Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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derselbe bei dem allgemeinen Angriffe für die Colonne des rechtenFlügels der französ. Armee bestimmt seyn mächte, weßwegen erauch ein lebhaftes Feuer gegen diesen Punkt richtete.

An diesem Tage stürzte das Pferd des Marschalls Masscna,der mit Napoleon die Linien beritt, wobei Massena eine heftigeQuetschung erlitt, so daß man fürchtete, er würde bei der Schlachtnicht gegenwärtig seyn können. Der unerschrockene Krieger er-schien aber, da er nicht reiten konnte, in einer offenen Kaleschean der Spitze seines ArmcecorpS. Napoleon umarmte ihn undsagte: „Wie kann man daS Feuer des FcindcS fürchten, wennman sieht, auf welche Art die Tapfersten sterben können!"

Die Anordnungen Napoleons zum Uebergang verspracheneinen günstigen Erfolg. Die Insel Lobau bildete einen abge-rundeten Borsprung in dem Terrain, das der Erzherzog zu ver-theidigen hatte; die äußerste Spitze war gegen Norden gerichtet,links oder westlich hatten die Franzosen zwei gesicherte Brücken,die Pfahlbrücke und die Mühlenbrücke, welche beide dc»s alteSchlachtfeld von Aspern berührten, und wahrend der Schlachtals Verbindungslinie des linken Flügels, und im Nothfalte fürdie ganze Armee dienen sollten; rechts und in gleicher Entfer-nung von der Spitze hatte sie 3 Drücken in Bereitschaft, die ineiner Stunde geschlagen werden konnten. Napoleon befand sichalso in einer Ccntralstellung, deren Umkreis vom Gegner besetztwar. Errieth dieser den Plan, Enzcrsdorf gegenüber den Flußzu überschreiten, so ging Napoleon über die Pfahl- und dieMühlenbrücke, um sich senkrecht auf der Berlängerung seines rech-ten Flügels aufzustellen, blieben die Oestcrreicher in ihrer ver-schanzten Stellung von Aspern, so stellte er sich in derselbenRichtung auf ihrem linken Flügel auf. Dadurch hatte er für alleWechselfälle der Schlacht Borkehrungen getroffen, indem er ander Mündung des äußersten Armes der Donau, so wie in demeinspringenden Punkte des BogenS von Aspern 2 Brücke» erbauthatte, Pie ihm einen vollkommenen Rückzug gegen jedes Flankcn-manövcr des FcindcS gewährten.

Beide kriegführenden Theile waren im Besitze hoher Stand-punkte, von welchen auS jeder alle Bewegungen seines Gegnersüber schaucnkonnte. Den Franzosen lieferte der Lcopoldsberg, denOesterrcichern der Bisamberg diese Uebersicht, von welch letzterem