Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
414
JPEG-Download
 

anzugreifen. Statt die Schützen, die BaumerSdorf damals an-griffen, zu unterstützen und den Ort in die Flanke zu nehmen,ging sie, weit oberhalb, links über eine dort vorgefundene höl-zerne Brücke. Der General Neille, Napoleon's Adjutant, dermit dieser Division marschirte, war auf eine Abtheilung vonBernadotte's Corps gestoßen und ließ sie unter General Dupasvorausgehen. Gegen Sonnenuntergang gingen die DivisionenDupas und Lamarque über den Rußbach und benutzen eineSchlucht, welche sie schnell auf die Höhe und gerade auf denZwischenraum des ersten und zweiten öfter. Armcecorps führte.Anfangs aufgehalten durch die Erdhütten, in die sich österr.Schützen geworfen hatten, öffnete siegend Dupas den Weg, brei-tete sich links aus und gab der Division Lamarque Feld zumAufmarschiren. Sieben Bataillone dieser letzteren Division , anderen Spitze die Generale Macdonald und Lamarque, rücktenvor, während 4 Bataillone auf dem andern Ufer deö NußbacheSzurückgeblieben waren. Die Artillerie dagegen und die leichteReiterei des Generals Sahuc, welche dem General Macdonald,der hier eine Art von Oberbefehl führte, folgen sollten, konntennicht über den Bach kommen. Dupas führte den Angriff mitaller Kraft, warf sich gegen die Flanke des ersten öfter. Armee-corps und begann mit Lamarque denselben aufzurollen.

Es erhob sich ein scharfer Kampf, man wechselte Gewehr-feuer in größter Nähe, schwang den Kolben und legte das Ba-jonett ein. Der Stoß Macdonald's mit den beiden DivisionenDupas und Lamarque auf Bellegarde's linken Flügel war jedochzu heftig, als daß derselbe hätte widerstehen können; die Liniewurde gesprengt, die äußersten Enden schlugen sich in Hackenum und die öfter. Infanterie-Regimenter Argenteau und Vogel-fang wurden zurückgeworfen und flohen. Das dritte Bataillonvom Regimente Erzherzog Rainer, dessen Befehlshaber verwun-det war, wurde von den Flüchtlingen mitfortgerissen, und einanderes Infanterieregiment feuerte sogar auf die eigenen wei-chenden Brüder. Die Verwirrung war eine Zeit lang sehrgroß und konnte schlimme Folgen haben, wenn franz. Reitereihinter der Infanterie war und losbrach, oder wenn nicht derErzherzog Carl selbst herbeigesprengt wäre, der Netter in derGefahr!

Begleitet vor» seinen wackeren Gehilfen, den Generalen