Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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den Rußbach flicht. Das vierte Legionsbataillon der öfter.Landwchre eroberte eine feindliche Fahne und der OberlieutenantDittmaicr vom Regimente Argentcau nahm mit starker Handden Adler des franz. 100. Regiments, wogegen der Unterlieute-nant ZlanowSky des RcgiinentS Argenteau, verwundet und be-täubt, die Fahne, die er führte, dem Feinde hatte überlassenmüssen.

In der Hitze des Gefechtes bemerkte der Erzherzog Carlnicht, daß er von einem Streifschüsse verwundet wurde. Eineraus seinem Gefolge, der den Zuruf der franz. Schützen: „ l ies-si, döuörsl," deutlich hörte und den Staub an der Achsel, wodie Kugel den Erzherzog streifte, wahrnahm, sagte leise zumPrinzen: „!>Ivi>«k:i^>>eur, von« ete« ble-iiis!" „Le li'estle mnment cke le lliee!" erwiderte ihm Carl strafend.

Dupas hatte sich links gegen Wagram ausgedehnt, in derHoffnung, sich mit Bernadotte zu verbinden, wurde aber vondem rechten Flügel des Bellegard'schen Corps angegriffen, dessenHauptmacht sich gegen Lamarque gewendet hatte, nach ehren-werthem Widerstände zum Rückzug über den Rußbach gezwun-gen und lebhaft diesseits des Baches verfolgt. Die leichte Rei-terei Sahuc's, welche nach großen Schwierigkeiten über den-selben kühn vorgedrungen war, wollte die Sache wieder herstellen;aber auch sie wurde von dem Fürsten Hohenzollern mit demChevaurlegers-Negimente Vincent und 4 Escadrons vom Hu-saren-Negimente Hessen-Homburg in die Flucht gesagt. Aufbeiden Seite» war der Verlust in diesem Kampfe am Rußbachegroß; die Oesterreicher, als zuletzt im Vortheile, machten vieleGefangene. — Der Erzherzog Generalissimus verlieh auf derStelle, nach der ihm zustehenden Befugniß, mehrere Belohnun-gen für tapfere Thaten, unter andern dem Regimente Erbachdas Vorrecht, den Grenadiermarsch zu schlagen.

Die geschlagenen franz. Truppen flohen inzwischen durch dieEbene in Unordnung, die bis zu solchen sich erstreckte, die sieunterstützen sollten. Napoleon und die Garde standen in derNähe, eine in allen Gefahren unerschütterliche Reserve. DieDivisionen formirten sich hier wieder und nahmen sodann aber-mals ihre Stellungen an den Ufern deS Rußbaches ein.

Etwas später, als diese gescheiterten Angriffe, kam der gegenWagram gerichtete zur Ausführung. Bernadotte hatte um 7