Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Uhr Abends Befehl erhalten, seinen Marsch mit den Sachsen zubeschleunigen, um den Angriff des Centrums zu unterstützen,sich aber erst in Bewegung gesetzt, als die Ocsterreicher überDupas, Lamarque, Oudiuot, Sahne gesiegt hatten. Seine Auf-gabe war nicht die schwerste. In Wagram befand sich dasäußerste Ende von Vcllcgarde's Corps, das auf einer Streckevon 1500 Klaftern auöcinandergezogen, nur einige wenige Ba-taillons im Dorfe aufgestellt hatte; zwischen diesen Truppenund denen zur Rechten war eine große Lücke, auch war diesesCorps durch Dupas und Lamargue's Angriffe eine Zeit langin Unordnung; Dupas hatte sogar Wagram überlaugt und inRücken genommen, ja seine Noltigeurs waren bereits bis an dieersten Häuser oberhalb des Dorfes gekommen, indem Dupas sichlinks ausgedehnt hatte, um sich mit Bcrnadotte zu verbinden. Indiesem Momente hätte Bcrnadotte leicht den Posten nehmen undbehaupten können. Das ziemlich große, an der Biegung desNußbaches gelegene Deutsch-Wagram konnte umfaßt und mit-tels der drei Brücken, welche über den Bach führen, angegriffenwerden. Die Sonne war untergegangen, die öfter. Truppenstanden unbesiegt auf den Höhen von Wagram, als der Angriffauf diesen Ort geschah, der eine zweite Schlacht vermeiden sollte.Bcrnadotte führte die Sachsen gegen Wagram, welches derOberst von Oberndorf mit dem Infanterie - Negimente Reuß-Plauen heldenmüthig vertheidigte. Nachdem dieser einige An-griffe zurückgeschlagen hatte und verwundet worden war, dran-gen einige sächsische Bataillone, unter Anführung des GeneralsHamelinaye, durch den Eingang von Aderklaa her in die Mittedes Ortes ein. Da geschah es, daß die von Enzcrsdorf hcrbei-geeilte letzte sächs. Abtheilung, unwissend, daß Wagram bereitsgenommen sey, es von Neuem stürmte, und daß durch desSchicksals Tücke Sachsen mit Sachsen in blutigen Kampfegeriethen. Indem rückte ein zur Unterstützung aufgestelltes Ba-taillon vom öfter. Negimente Neuß-Plauen und ein Bataillonvon Mitrowsky, von der rechten Seite des Dorfes, den Sachsenentgegen, brachte sie gegen den Haupteingang in ein mörde-risches Kreuzfeuer und zwang sie, mit Hinterlassung vieler Tod-ten, Blessirten und Gefangenen den Ort zu verlassen. Berna-dotte erkannte die Wichtigkeit dieses Punktes und ließ ihn wie-Schneidawind/ II. Bd. 27