Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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öfter. Offiziere ihr Möglichstes; unter andern ergriff der Negi-ments-Adfutant von Kerpen, Georg v. Nuchetich, die Fahne desdritten Bataillons und hielt zu Pferde sitzend das wehende Panierhoch empor, die Fahne wurde durchlöchert, die Stange zer-schossen. Der F. M. L. Nordmaim, dessen unerschütterlicheStandhaftigkeit den Soldaten als glänzendes Beispiel vorschwebte,fand an der Spitze des Regiments Äerpe» den Heldentod. Ge-neral Player, Oberst Langenau vom Ncgimente jierpen undandere wackere Offiziere wurden verwundet. Zlaum sah Davoustdiese Oesterreich« weichen, als er einen Sturmangriff auf denThurm von Markgrafen-Ncusiedl durch Gudiu und Puthod be-fahl. Die Oesterreich« verdoppelten ihre Anstrengungen, denThurm zu vertheidige», selbst das Dorf wieder zu nehmen undDavoust's Verbrechen zu verhindern, dcmungcachtet bemächtigteer sich des Thurmes und der unvollendeten Vcrschanzungcn.Bei diesem Gefechte wurde dem franz. Marschall ein Pferdunter dem Leibe erschossen und der General Gudin, der an seinerSeite focht, erhielt vier Wunden. Als Davoust erst bemerkte,wie Morand die öfter. Infanterie mitnahm, gab er dem Gene-ral Arrighi Befehl, mit seinen Cürassieren auf dieselbe einzu-hauen. Arrighi mußte durch das Dorf und die Anhöhe hinauf,was sich nur durch eine ungeheure Verlängerung der Colonnenbewerkstelligen ließ. Diese Schwadronen gcricthcn aber mittenunter die Lagcrhütten der Oesterreich«, die in die Erde gegrabenund von denselben besetzt waren, so daß sie mit dem Gewehrauf die Brust der Pferde abdrücken konnten. Wenn anfänglichdiese Cürasfiere einige theilweise nicht unrühmliche Angriffe aus-führten , geriethen sie doch nachher in eine solche Verwirrung,daß man sie auf die Ebene zurückführen mußte, um sie wiederzu ordnen; später wurden sie zur Unterstützung der auf demrechten Flügel vereinigten Reiterei verwendet.

Indessen suchten die öfter. Bataillons-Massen auf dem rech-ten Flügel des Eorps von Nofenbcrg, welche am Rande derHöhen formirt waren, noch Stand zu halten. DaS RegimentSztarrap und die Zieste der Regiment« Erzherzog Earl undStain Infanterie hatten gegen den Thurm eine Flanke formirtund leisteten, was brave Soldaten vermochten. Unter Anführungdes F. M. L. Fürsten von Hohenlohe-Bartenstein und des Prin-zen Philipp von Hessen-Homburg, der hier durch eine Kartät-