Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Flankirung von allen Seiten ausgesetzt wurde; allein sie be-hauptete wacker ihren Standpunkt und trug viel dazu bei, daßder Rückzug, zu welchem das CorpS von Bellegarde bald nach2 Uhr Mittags den Befehl erhielt, um die sanfte Höhe hinterGerasdorf zu erreichen, sehr ordentlich vor sich gehen konnte. DieGrenadiere und die Reservereiterei gingen hierauf durch Adcr-kiaa, Süßcnbrunn links lassend, um die Anhöhe bei Gerasdorfweiter seitwärts zu erreichen. Bei diesem Rückzüge geschah es,daß der F. M. L. d'Aspree, als er seine Grenadierdivision durchdas brennende Aderklaa führte, durch eine Kanonenkugel getroffenwurde, welche ihm den Tod brachte. Als dieser General, in demman den Mann sogleich erkannte, der kühn vorauszuschreitenwußte, von den heftigsten Schmerzen gefoltert, vor den Truppenvorbeigetragen wurde und Jeder ihn bedauerte, soll er seineWaffcngcfährtcn ermähnt haben, sich nicht um ihn, sondern nurum die Schlacht und deren Ausgang zu bekümmern.

So wie Johann Achtenstein mit den Reserven bereitsSüßenbrnnn in seiner linken Flanke hatte, ordnete der F. Z.M. Collowrath auf Befehl des Erzherzogs Carl seinen Rückzugan, ließ den linken Flügel durch Süßcnbrunn, den übrigen Theilseines Corps aber in der Ebene gerade fort auf die Stammcrs-dorfcr Höhen marschiren.

Die öfter. Armee, von ihrem tapferen und weisen Feldherrngeführt, zog sich auf diese Weise Schritt vor Schritt zurück, in-dem sie mehrere Male anhielt, um ihr Feuer abzugeben oder dieKlingen zu kreuzen.

Die Colonnen unter Wrede, Macdonald, Serras, Neille,Eugen, Marmont u. A. rückten vor. Macdonald hatte durch dieReiterabtheilung des General Sahne, der verwundet und nundurch General Gerard ersetzt war, Süßenbrunn umgehen lassen,und ging mit der Infanterie, unterstützt von der Garde zuPferd, gerade auf das Dorf los. Als die französisch-alliirtenTruppen ungestümer dem ersten öfter. Heerthcile nachdrängten,warf sich Oberst Graf Bentheiin mit dem InfanterieregimenteVogelfang im Sturmschritte entgegen, wobei er verwundetwurde, und hemmte durch diesen muthigen Angriff einige Zeitdie Verfolgungölust. Der dritte öfter. Heertheil zog ebenfalls inso guter Verfassung fort, daß die Franzosen anfangs nichts gegenihn unternahmen. In Gerasdorf suchte sich die Brigade vom

Schtieidawin-/ II. Bd. 29