Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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wurde dadurch geworfen, verlor an Reiterei und Fußvolk meh-rere hundert Gefangene, und wurde über eine Stunde weit ver-folgt. Marmont ließ hierauf bei Erdberg, 2 Stunden unterhalbZnaym, einen Theil seiner Truppen über die Taya setzen und gegendie Hohen von Znaym rücken, während er mit dem andern Theileauf dem rechten Ufer gegen Znaym vorzudringen suchte, um dasdortige Defilee noch vor der Ankunft der öfter. Armee zu errei-chen, und folglich ihre Nückzugslinie zu durchbrechen.

Davoust zog an demselben Tag auf Nikolsburg, Nosenberg'sCorps nach. Er hatte, dieses zu drängen, den General Grouchymit seinen Dragonern und dem 13. leichten stanz. Infanterie-,regimente vorausgeschickt, und dieser erreichte schon gegen 10 UhrAbends NikolSburg. Das 7. französ. Dragonerrcgiment griffsogleich an, warf einige öfter. Schwadronen über den Haufen,und verfolgte sie bis zur Stadt hinaus und bis an die Brückevon Muschau, die der Fürst Roscnberg noch behauptete. DieFranzosen hoben in Nikolsburg 800 Verwundete auf, und nah-men nicht unbedeutende Magazine weg.

Erzherzog Carl befand sich am 9. zu Gunterödorf, 2 Stun-den von Hollabrunn. Er hatte seinen Rückzug vollkommen ein-geleitet und führte ihn mit bewunderungswürdiger Ordnung aus,wobei er immer eine entscheidende Macht bei der Hand hatte,um sie Massena entgegenzustellen. Es lag ihm sehr daran, denselbennicht schnell aufdringen zu lassen, um seine Arinee iinmer mehrzu ordnen, und sie und ihre Parks und den Troß durch dieEngpässe von Znaym, Frainersdorf und Budweis zu bringen.Eben leitete Carl wieder einen kurzen Marsch ein, um die öfter.Armee in die Stellung von Götzelsdorf und Haugsdorf zu ver-setzen , als um 9 Uhr Abends die erste Nachricht von der obenerwähnten Bewegung Marmonts auf Znaym in dem österreich.Hauptquartiere eintraf, die man aber nicht eher glauben wollte,bis sie durch die Rapporte des Generals Allstem bestätigt wurde,worauf man freilich die große Gefahr, in die man kommenkonnte, wohl erkannte. An der Queue durch Massena gedrängt,an der Tete die Straße von Znaym durch Marmont gesperrt,wenn er diese Stadt vor den Oesterreichern erreichte, in der Flankevon Napoleon mit einem Truppencorps, das er selbst heranführte,gefaßt, konnte das öfter. Heer auf das rechte Ufer der Taya zusam-mengedrängt werden, vielleicht gänzlich verloren seyn. Erzherzog