Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Inzwischen war der Fürst Johann Lichtenstein in dem Auf-trage seines Kaisers wegen eines Waffenstillstandes Napoleonentgegengereist, der durch Marmont diese Nachricht erhielt, alser nach Znapm abging. Er wollte nicht eher auf einen solchenVorschlag eingehen, bis er nicht selbst den Stand der Dingeeingesehen und ihn wohl erwogen habe; zudem war Fürst Joh.bichtenstcin noch nicht bei ihm eingetroffen, da er gehofft hatte,den Kaiser in der Richtung von Stockerau zu finden, und daherdurch Massena'S CorpS gegangen war.

Maffcna brach am 11. sehr frühzeitig nach Znapm auf. Dietrefflichen Stellungen vor Jetzersdorf, die sumpfige, mit Gehölzbewachsene Bulka, zwei vortheilhaftc, mit Weinbergen bewachseneHöhenpunkte waren verlassen; die Oesterrcicher hatten sich andie Ufer der Tapa gezogen, wo Massena Morgens um 10 Uhrmit der Reiterei und der Division Legrand ankam. Dem an-rückenden Marschall zeigte sich Znapm mit einer Ringmauer um-faßt, auf der Abendseite an das Felsenufer der Tapa gelehnt,aus der Morgcnseite an den Thalrand des Nschenbaches, dieUmgegend beherrschend. Das Terrain fiel von allen Punktenbis zur Brücke von SchallerSdorf herab, wo der Fluß sich gegenTeschwitz auf der Mündung des Lischenbaches im rechten Flügelkrümmte. Diese Gewässer umstoßen den Hügel von Znapm undmachten denselben gewissermaßen zu einer verschanzten Stellung,die auf der Mittagseitc 1800 Klafter breit, und eben so tief war.Auf dem linken Ufer des Lischenbachcs war die Hochebene vorTeschwitz, jenseits eines Thalgrundes die Höhe von Zuckerhandel;diese zugerundeten Hügel trafen bei Brentitz zusammen. Derzweite hatte steilere Abhänge, und bildete an seinem äußerstensüdlichen Ende einen beherrschenden Gipfel, 700 Klafter vonTeschwitz, und eben so weit von Zuckerhandel entfernt. Auf die-sem Gipfel sah man Marmont's Stellung, später wurden daselbstdie Zelte Napoleon's aufgeschlagen. Brentitz war die Haupt-stellung, wo der Erzherzog Carl sich aufhielt, wo er im Besitzedes Schlüsselpunktes, von dem die Höhen auslaufen, noch immerHerr der Straßen von Budweis und Brunn war. Das Corpsvon Massena wurde mit einem lebhaften Infanterie- und Artil-leriefeuer des fünften öfter. Corps empfangen. Das amphithea-tralische Terrain war ungeachtet der Bäume, die es verbargen,bald erkundet; Massena wies den Batterien die Brücke zuin