im heiligen Eifer, wohl mit weniger Vorsicht auf der ZnayMkrChaussee vorritt, wurde vielmehr von den Franzosen mit einerSalve empfangen, vom Pferde geschossen und gefangen; seinekleine Begleitung eilte zurück zum Thore von Zliapm, wurdeaber von einer feindlichen starken Jnfantericcolonne hitzig und solebhaft verfolgt, daß sie ohne Zweifel init ihr glücklich in dieStadt gedrungen wäre, wenn sich ihr nicht nochmals der Haupt-Mann Petit mit seinen Grenadieren von Kcrpen entgegcngewor-fen hätte. Auch der französ. Adjutant Marbot wurde, indem ersich den Linien des Fürsten Nellß näherte, mit Geschoß bewili-kommt, verwundet und entwaffnet. Es dauerte noch eine Weile,bis man die Truppen gänzlich aus dem Feuer ziehen konnte;dann trat auch hier die allgemeine Waffenruhe ein, und beideTheile blieben in ihrer gegenseitigen Stellung.
Trotz seiner Gesinnung, die Waffen ruhen zu Machen,betrieb Napoleon den Marsch Davoust's und Oudinot's, derenGegenwart um so nothwendiger war, als die Ankunft desFürsten Johann Lichtenstein erfolgt war, und weil bei einerUebercinkunft die Bedingungen von der Lage abhängen mußten,in der sich beide Armeen befanden. Die Spitzen der Corps derbeiden Marfchälle waren am 11. Juli, Abends 7 Uhr, erst beiErdberg.
Napoleon hielt bei der Ankunft des Fürsten Johann Lichten--stein i» seinem Heerlager eine .Art von Kriegsrath in seinemZelte; Duroc, Lariboiffiere, Maret, und einige Andere warenzugegen. Berthier und die meisten stimmten für die Fortsetzungder angefangenen Schlacht, des Krieges. Die Andern warenfür den Frieden. Napoleon schloß die Debatte mit den Worten:„Es ist Blut genug geflossen!" und befahl Berthier, den Waffen-stillstand abzuschließen.
Der Erzherzog Carl sendete seinen GcneralguartiermeisterBaron Wimpfcn an Napoleon, die Punkte desselben festzusetzen,und bereits in der Nacht zwischen 11—12 Uhr vom 12. Juliwar dieser durch Berthier und Wimpfen fertig und abgeschlossen.Dieser ließ oder gab in Napoleon's Hand die adriatischen Küsten,Jnnervsterreich, einen bedeutenden Theil Mährens und Ungarnsmit Brünn, Preßburg und Raab; Tirol und Vorarlberg solltenvon den Oesterreichern geräumt werden, in Polen die beidersei-tigen Heere in den Stellungen des gegenwärtigen Augenblickes