an demselben Tage forderte Baraguay d'Hillicr's den PreßburgxrMagistrat, allein vergeblich, auf, die Brücke wieder herzustellen.Am 13, war Johann in Comorn, wo er seinem Bruder, demPalatmus, sejne Plane vorlegte, und seine Mitwirkung jn An-spruch nahm. Er wollte im Vereine mit dem Palatin, Chastelerund Giulay zuerst Naab mit 10 Bataillons und 2 Reiterregi-mentern der ungar. Jnsurrection angreifen und dann zugleichmit den übrigen Truppen gegen Wien losrücken, Demnach setzteer alle Truppen in Bewegung, und ging um 12 Uhr Mittagsam 14. Juli aus Comprn ab, und erreichte den 16, Epronezo.Die Franzosen waren ganz i» die Festung Raab gezogen, welcheNU» sogleich blokirt wurde. Zehn Escadrons ungar. Jnsurrectionwurden in die Schütt gesendet, um Bianchi zu unterstützen, auchEhasteler, der in Tech stand, bewirkte seine Verbindung; Giulayharte schon den 12, Befehl erhalten, nach Höfelin zu marschiren,und stand am 15, zu Kindsberg und Kapfenberg,
Am 13. um 4 Uhr Nachmittags erhielt der General Bianchidurch einen Parlamentär xjn Schreiben-des Generals Vignolles,Chef des Generalstabes des Vieekpings, aus Schloßhof, in wel-chem der am 12. abgeschlossene Waffenstillstand mit allen Be-dingnissen bekannt gemacht und dgs Aufhören der Feindseligkeitenund Räumung der bedungenen Stresse Ungarn's verlangt wurde.Biqnchi sendete dieses Schreiben an Johann, der es auch am14. sn Comorn erhielt. Der Feind verlangte indessen ernstlich vonBianchi, Proßburg ihm sogleich zu übergehen, und drohte anzugrei-fen ; um 4 Uhr zogen auch wirklich drei starke Coloimxn der ArmeeEugen's über Theben, Neudorf und Bluiuenau, worauf Bianchi,da die Uebermqcht zu groß war , vom Feinde einen Bevollmäch-tigten verlangte, um die Demarkationslinie zu bestimmen, undsich hierauf in der Nacht über dxn Neuhäusser Arm zurückzog,Aus Comorm erließ der Kaiser Franz an seinen BruderJohann folgendes Handbillet: „Man erzählt von einem Waffen-stillstände, den unser Herr Bruder, der Generalissimus, abge-schlossen haben spll, und worüber nach den vom Feinde gemachtenEröffnungen hie Bedstignisse nicht genau übereinstimmen, Ichmuß es so lange als nicht verbürgte Sache nehmen, so langeMir nicht vom gedachten Herrn Bruder eine amtliche Anzeigegeschieht, um so mehr, als dieser Waffenstillstand noch obendreinBedingnjsse enthalten soll, die bestimmtere Berbürgungen de-