Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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dürfen. Sie haben sich daher an diesen geschloffen seyn sollendenWaffenstillstand und was Ihnen hierüber von wem immer zu«kommen sollte, keineswegs, sondern bloß an solche Befehle, dieIhnen dieöfalls von mir eigenhändig unterschrieben zukommensollten, zu kehren, indem Ich Ihnen zu seiner Zeit selbst, wennes erforderlich wird, die Befehle zukommen lassen werde, welcheStellungen Sie zu nehmen haben." In Folge dessen sandteJohann den Generalen Bianchi und Giulay Befehle zu, denWaffenstillstand nicht anzuerkennen.

Am 15. Juli brachte ein französ. Parlamentär dem GrafenGiulay die Nachricht des Waffenstillstandes, in der Nacht einzweiter, mit der Bestätigung des österreich. Bevollmächtigten, deSGenerals Nothkirch. Da aber Giulay von dem Erzherzoge Jo«hann Befehl empfing, den Waffenstillstand nicht anzunehmen, sosetzte er auch am 16. seine Operationen fort, worauf GeneralVandamme auf seinen Vorposten erschien, und anzugreifen drohte,wenn der Waffenstillstand nicht sogleich erfüllt würde. Der Banschloß deßhalb durch General Zach eine Art Convention mit demGeneral ab, und sandte gerade an den Generalissimus überWien einen Courier; am 17. erhielt er endlich einen neuenBefehl Johann's, den Waffenstillstand anzuerkennen.

Am 16. Juli hatte ein Courier des Generalissimus nachComorn den Waffenstillstand und für Erzherzog Johann denBefehl gebracht, die Artikel, die ihn angingen, zu vollziehen;Johann mußte namentlich Jnnerösterreich, Sachsenburg, die Ci«tadelle von Gratz übergeben, und Tirol räumen lassen. DerKaiser Franz erklärte hierauf in einem neuen Handbillete vorn20., daß die Bedinguisse des Waffenstillstandes in Erfüllung ge-bracht werden sollten, und trug dem Erzherzog Johann auf, dienöthige Sorge dafür in seinem Bereiche zu tragen. Johann berich-tete hierauf dem feindlichen General das Abrücken in die bestimm-ten Demarkationslinien, gebot den Commandanten von Sachsen-burg und der Citadelle von Grätz, diese Posten den Franzosenzu übergeben, befahl Tirol zu räumen, bestimmte den GeneralZach zum Ucbcrgabscommissär nach Grätz, gab dem GrafenSaurau, der sich dort befand, den Auftrag, das Volk zu beru-higen, und auf bessere Zeiten zu vertrösten; befahl, die Blokadevon Naab aufzuheben, und bestimmte allen seinen Truppen denOrt körmönd zum Sammelplatz. Er befehligte damals 40 Ba-