Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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mehr. Indessen die Erscheinung von 300 Tirolern in Wallersceam 14. Juli Nachmittags, welche aber durch eine bayr. Abthei-lung nach einstündigein Geplänkel wieder gegen Wolgau zurück-gewiesen wurden, dann die größere Zahl, mit welcher die Tirolersich zu Partenkirchen und Farchant zeigten, erregten doch Ver-dacht. In der Gegend von Tegernsee bei Kreith führten dieTiroler den Krieg auf den Alpen mit den dortliegeudcn bayer.Gebirgsschützen von Miesbach und raubten Pichheerden.

Der Oberstlieutenant Taris brach in der Nacht vom 16.auf den 17. mit seinen öfter, Liuieiitruppen und Tirolern vonMittenwald auf, rückte um 6 Uhr Morgens des 17. in Wallen-see ein und trieb die vorgesandten bayer. Patrouillen über denKesselberg zurück. Die Oesterreicher marschirten auf der Land-straße, die Tirolerschützen auf dem Gebirge und griffen so denVerhau und die Barriere hinter dem Wasserfall an. Die Ueber-niacht Tarjs' nöthigte den Hauptmann Lueneschloß, sich nacheinem tapfern Widerstände auf die zweite Position des Schelm-bühels (Schellenbühlö) zurückzuziehen, gedeckt durch die kleineNachhut unter dem Dragonerlicutenant v. Hornstein, dem mehrals eine Kugel die Uniform durchlöcherte. Vergebens suchteOberstlieutenant Taris diese Stellung auf ihrer rechten Flankelängs dem Ufer des Kochelsee's zu umgehen, denn auch OberstAreo kam von Benedictbeurn mit dein, was er an Reserve ver-fügbar hatte und 1 Haubize herbei und unterstützte Lueneschloß.Das Artilleriefcuer hielt den Feind auf der Chaussee zurück;Taris suchte daher die Stellung rechts über die Gebirge her zuumgehen. Eine seiner Colonnen war über die Jachenau gegan-gen und hatte den schwachen bayer. Posten auf der Kothalpeverdrängt; allein auch dieser Umgehungsversuch scheiterte. DieOesterreicher beschossen die bayer. Stellung aus 2 Dreipfündern,welche sie mit sich führten, und strengten alle Kräfte an, dieVerhaue im Gebirge zu durchbrechen; allein das Feuer derbayer. Schützen und Artillerie vereitelte alle Anstrengungen, undnach einem achtstündigen Gefechte, in welchem er seine Angriffs-kolonnen mehrmals abgelöst hatte, zog sich Taris nach beträcht-lichem Verluste auf Wallersee und den 18. nach Mittenwaldzurück.

Major Teiiner hatte den militärischen Werth der Gegendvon Murnau so gut erkannt, daß er dem ihm vorgeschriebenen