Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Tirailleurs durch das Dorf längs der Ocker gesandt und denrechten feindlichen Flügel in die Flanke genommen hätte, dannaus Oelpern debouchirt wäre, während eine Reserve auf derStraße nach Zelle und sein rechter Flügel zurückgezogen blieb.Allein er unterließ nicht allein Alles, was zum Gewinne desTreffens führen konnte, sondern der Zufall wollte noch überdieß,daß er selbst gerade nach Oelpern hereinkam, als die feindlichenKanonen anfingen den Ausgang mit Kartätschen zu bestrcichen.Verwundert über diesen ihm unerwarteten Empfang, rief er zer-streut: „also auch Kartätschen!" drehte hierauf sein Pferd undbetrat Oelpern nicht wieder. ')

Der Tod Rabiel'ö vor Oelpern und die tapfern Westpbalen,welche den Ort vertheidigten, retteten ihn vom Verderben, da ge-rade sein rechter Flügel auf eine unverzeihliche Weise zurückwich.Dieser hatte sich während des Angriffes auf Oelpern gegen denNest des zweiten braunschwcig. Bataillons formirt und beant-wortete das Feuer der herzogl. Artillerie mit seinem dreifachüberlegenen Geschütz sehr lebhaft, so daß bald eine braunschw.Kanone demontirt wurde. Dessen ungeachtet rückte der bravebraunschweig. Artillerie-Lieutenant Platz mit der zweiten Kanonebis auf Kärtätschenschußweite vor und, es gelang ihm, nicht alleinden Chef der feindlichen Artillerie, den westphälischen OberstenOueriot, dem eine zerspringende Granate ein Loch in den Schei-tel schlug, zu todten, sondern auch die feindliche, sich zum Angriffformirende Reiterei in Unordnung zu bringen, so daß, als derbraunschweig. Neiterlieutenant v. Wulfen mit den Plänklern undmit großem Geschrei gegen sie ansprengte, sie sich in den Waldzurückwarf, wodurch die weftphälische Infanterie ebenfalls außerFassung gebracht, dorthin zurückfloß; doch bezahlte leider derbrave Wulfen diese That mit seinem Leben.

Während dieses vorging, hielt indessen die weftphälische Ar-tillerie »»erschüttert Stand und bemühte sich durch ein heftiges

1) Diesen Umstand weiß der Verfasser von einem wahrheits-liebenden , später in braunschweigischcn Diensten stehendenOffizier, der damals unter den Westphalen diente und geradein diesem Augenblicke dem General Rewbel einen Rapportzu machen hatte.

Schneidawind, III. Bd. 5