Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Haubizenfeuer den linken Flügel der Braunschweiger zum Zurück«gehen zu zwingen, was ihr auch gelang, indem der Majorv. Neichmeister, der den Befehl hatte, nicht zu weit vorzugehen,denselben so weit ausdehnte, daß er, statt den sich anbietendenOffizieren zu erlauben, das ohne Bedeckung gelassene Geschützder Westphalen zu nehmen, es für rathsamer fand, sich rückwärtsin Sicherheit zu setzen, von wo aus er sich nachher unter demVorwande, er sey verwundet, wegbegab.

Schon war auf dem rechten Flügel der Braunschweigerin dieser Zeit ein zweiter Angriff auf Oelpern beschlossen, als derlinke diesen Rückzug antrat, weßhalb der Angriff unterbleibenmußte, indem die Nacht allmälig anbrach und dem Gefecht einEnde machte. Das braunschweig. Corps zog sich in ein Bivouacauf der Vorstadt von Braunschweig, während die Westphalenihre Position, hauptsächlich aber Oelpern besetzt hielten, in derNacht aber ganz unvermuthet ihren Rückzug antraten. Vonallen Linien, die ihm dazu offen standen, wählte Rewbel nochüberdieß gerade die unvortheilhafteste.

Es war nämlich klar, daß der Herzog von Braunschweigentweder die Mündung der Elbe oder der Weser erreichen undsich einschiffen wolle. Um sich also nach dem Gefechte von Oel-pern beiden Operationen entgegenstellen zu können, war eineBewegung gegen Zelle unstreitig die zweckmäßigste, indem manvon dort aus dem Marsche des Corps, er mochte rechts oderlinks gerichtet seyn, begegnen, und demselben beständig zur Seitebleiben konnte; überdieß war es möglich, sich durch abgeschicktestarke Patrouillen mit der Division des Generals Gratien inVerbindung zu setzen, in welchem Falle das schwarze Corps vonzwei Seiten gedrängt, bloß durch Märsche aufgerieben werdenmußte. Zwar blieb dem Herzog noch übrig, sich in das Harz-gebirge zu werfen, oder Kassel zu bedrohen, und so zu versuchen,das linke Ufer der Weser zu erreichen, oder durch die Altmarküber die Elbe zu ziehen. Allein dieser letzte Schritt war nichtmehr möglich, sobald einer der erstem gethan war, und diesewaren überdieß noch gewagter als der Marsch nach der Küste,und nur die größte Noth konnte sie vorschreiben.

Der General Rewbel schien indessen dieses nicht bedacht,oder nur geringe Kenntnisse militärischer Operationen, besondersdes Nutzens der Seitenbewegungen zu haben, oder das Gefecht