Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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auf und ließ das Signal zum Abmarsch geben, eine Maßregel,durch die er seinen Fürsten und dessen Corps rettete, indem Ge-neral Graticn bereits bei Wolfenbüttel eingetroffen war.

Der Herzog setzte nun seine Infanterie auf requirirtc Wägenund zog von dem Sitze seiner Ahnen ab. Auf die Nachricht,daß die Engländer Curhaven, vor welchem sie zu kreuzen fort-fuhren, geräumt hätten, und daß der General Ewald diesen Ortmit 1500 Dänen besetzt habe und ihm entgegenziehe, suchte mandie Mündung der Weser zu gewinnen, da die sichere Nachrichteingegangen war, daß in Elsfleth und Bracke Schiffe genuglägen, um das Corps aufzunehmen. Der erste Marsch selbstging über Peina nach Burgodorff. Dieser Scitcnmarsch wurdenur gemacht, weil man unmöglich vermuthen konnte, daß GeneralNewbcl sich über die Ocker ziehen werde, sondern glauben mußte,er werde auf Zelle marschiren, mithin sollte er dazu dienen,indem man zur Seite blieb, den Feind in der Meinung zu er-halten , man wolle ihm folgen und ihn auf diese Art nöthigen,sich in oder bei Zelle so lange festzusetzen, bis man den nöthigenVorsprung gewonnen habe. Andern Theils geschah der Ma'rschder Subsistenz wegen, indem der gerade Weg durch die Heidenach Hannover zu lange war und der Major Äorfes nichterfahren hatte, daß Vurgsdorff abgebrannt sey.

Den 2. August traf das Corps bei Vurgsdorff ein, balddaraus auch die zur Verfolgung und Beobachtung Rewbels nach-gesandte Schwadron, durch die man nun dessen Marsch aufSchwölper erfuhr; zugleich lief die Nachricht ein, daß die ganzeBagage seiner Division in voller Flucht auf der Straße nachZelle sey, welche indessen nicht genommen wurde, da der dazubefehligte Rcitcroffizier befürchtete, daß Menschen und Pferde zusehr ermattet wären. Uebcrdieß wurde es fast zur Gewißheit,daß der Feind in Braunschweig eingerückt sey, weßhalb sich dasCorps schon vor Tagesanbruch wieder in Marsch setzte.

Der General Rewbel hatte sich inzwischen am 2. Augustwirklich mit General Grasten vereinigt und besetzte noch amAbende desselben Tages die Stadt Draunschweig. Seine Trup-pen ermangelten nicht, Erzesse zu begehen, indem ihnen die Plün-derung dieser Stadt versprochen worden war, wenn sie dieselbemit den Waffen in der Hand nehmen würden.

Am 3. August noch Vormittags traf das braunschweigische