Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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von Oelpern hatte ihm eine so nachteilige Meinung von seinenKräften beigebracht, daß er sich ohne den General Gratien nichtsicher genug glaubte; denn er zog sich bei Schwölper über dieOcker, um sich mit jenem zu vereinigen, und ließ so dem braun-schweig. Corps freie Hand.

Unbekanntschaft mit militärischen Operationen leuchtet indessenwohl am meisten daraus hervor, daß der General Rewbel diechlecht este aller möglichen Bewegungen wählte, und so wie schonbemerkt den wichtigen Vortheil aus den Händen ließ, das braun-schweig. Corps zwischen zwei Feuer zu bringen, welches früheroder später der Fall seyn mußte, wenn er dasselbe nicht aus denAugen ließ, und dadurch der General Gratien Zeit gewann,heranzukommen. Außerdem hatte Rewbel bei dieser Bewegungnicht bedacht, daß der Herzog viel schneller als er marschirenkonnte, und es ihm folglich sobald nicht möglich seyn würde, ihneinzuholen.

Die glückliche Wendung, welche die Lage der Sachen durchdiesen Rückzug erhielt, wäre indessen bald durch die Mutlosigkeiteiniger braunschweig. Offiziere nutzlos geworden. Durch dasGerücht, daß das Corps verrathe» wäre, veranlaßt, baten sieschon in der Nacht vom 1. auf den 2. August den Herzog, sichfür seine Person in Sicherheit zu setzen, während der Aeltestenach ihm eine Capitulation abschließen sollte, da kein Auswegzum Entkommen sey; ja sie beschuldigten sogar Korfes, daß er demFeinde Nachrichten mittheile, fanden aber hierin natürlich wenigGlauben beim Herzog. Da sie nun sahen, daß auf diesem Wegenichts auszurichten war, forderten sie am andern Tage, auf densie der Herzog vertröstet hatte, ihre» Abschied, ungeachtet sich derFeind zurückgezogen und das Gerücht der Verrätherei sich alsfalsch erwiesen hatte, um, wie sie sagten, ihre Existenz nicht län-ger auf das Spiel zu setzen.

Durch das Abgehen und der damit natürlich verbundenenGähruug war das bisher siegreiche Corps seiner Auflösung nahe,und nur ein schneller Abmarsch konnte es retten, um so mehr,da von allen Seiten starke feindliche Abtheilungen auf dasselbelosrückten, und mit jeder Stunde seine Lage schwieriger machten.Dessen ungeachtet wollte der Herzog noch einen Tag verweilen,um eine Dragoner-Escadron aus denen zu formiren, welche sichneuerlich angeschlossen hatten; da trat aber Korfes entschlossen

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