Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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zur Einschiffung machen mußte. Der Herzog selbst mit demCorps ließ Bremen rechts, ging nach Delmeichorst, welches nocham Abend erreicht wurde, und marschirte dann, nachdem so vielWagen herbeigeschafft waren, daß alles fahren konnte, währendder Nacht nach Huntebrücke, setzte am 6. über die Hunte undzerstörte die Fähre.

Durch diesen Marsch war der Rückzug als glücklich beendetanzusehen; denn bei dem raschesten Verfolgen des Feindes warer jetzt genöthigt über Oldenburg zu marschire», wodurch ihmein ganzer Tagmarsch verloren ging. Ueberdieß hatte der häufigeRegen in den letzten Tagen die Wege so verdorben, daß siekaum zu passiren waren; zudem ist das Terrain hinter Delmen-horst so durchschnitten, daß es leicht wurde, sich Vortheilhaft zuvertheidigen, im Falle der Feind auf gerader Straße gefolgtwäre. Dieser hatte sich indessen durch das nach Bremen ge-schickte Detaschement irre leiten lassen, wenigstens erhielt MajorKorfes die, freilich unbegründete Nachricht, daß der GeneralGratien den 5. um 10 Uhr Abends in Bremen eintreffen wolle.Bei alle dem war die Lage von Korfes Abtheilung sehr kritisch,da er mit Gewißheit erfuhr, daß Rewbel wirklich im Anmarschsey, weßhalb er sich am 6. Nachmittags, nachdem er seinen Auf-trag so gut wie möglich erfüllt hatte, in Marsch nach Delmen-horst setzte.

Er war indessen kaum eine Meile marschirt, als er aufRewbel stieß, welcher Bremen umgangen und Front gegen denWeg gemacht hatte, den er nehmen mußte, so daß er mithin vonseinem Corps abgeschnitten war. In dieser mißlichen Lage enga-girte Korfes das Gefecht durch seine 150 Jäger, die in einerTirailleursliuie aufgestellt wurden, und recognoscirte von einemHause aus die umliegende Gegend, während seine Artillerie durchwohlangebrachte Kartätschenschüfse den Feind im Vorrücken hin-derte. Bei der Necognoscirung fand nun KorfeS einen Neben-weg , welcher nach den eingezogenen Erkundigungen rechts nacheiner Furth in der Orte, einem kleinen Flusse, in die linkeFlanke des Feindes führte, so daß er ihn unverzüglich einzuschla-gen beschloß und daher mit den Jägern und den Geschützenschnell und geschickt rechts abmarschirte. Kaum bemerkte derFeind, der noch immer die Meinung haben mußte, mit dem gan-zen Corps des Herzogs zusammengestoßen zu seyn, diese Bewe-