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flüchten u. s. w. Der Anführer des Landsturms von Ober«Körnchen, Joseph Türk, sollte die Festung Sachsenburg in demAugenblicke überfallen und wegnehmen, wenn sie General Schmidtan General Rusca vertragsmäßig übergeben werde; alleinHauptmann Steiner fing den betreffenden Brief an Türk auf.Hinwieder trachtete eine gemäßigte Partei, meistens Städter, dieHauptführer des Ausstandes, vor allem Hofer und Kolb aufzu«heben, und so mit einem Male dem Unglücke des Landes einEnde zu machen. So war denn Tirol in größter Ungewißheit,Verwirrung und Zerrissenheit. Andreas Hofer drang in Lienzin Hormayr, bis der Waffenstillstand wieder aufgekündigt undder Kaiser im Stande sey, sich des Ländchens wieder öffentlichund förmlich anzunehmen, sich ->der Leiningen zum Herzog vonTirol ausrufen zu lassen; er selbst wolle sich zum Grafen vonTirol ernennen, sich halt nennend: „Andere Hofer, Sandwirthin Paffeyer, so lange es Gott geliebt, Graf von Tirol."
Hauptmann Wolf war aus dem öfter. Hauptlager mit deroffiziellen Nachricht des Waffenstillstandes eingetroffen, und Ge«neral Buol erließ am 29. Juli Nachmittags folgenden Aufruf:„Tiroler und Vorarlberger! Der aus dem Hauptquartiere S. K.H. des durch!. Erzherzogs Johann an den Unterzeichneten abge-fertigte und so eben hier angelangte Courier hat die Bestätigungdes am 12. d. M. bei der deutschen Armee abgeschlossenen Waf-fenstillstandes mitgebracht, vermöge dessen 4. Artikels Tirol undVorarlberg geräumt werden müssen. Der Drang militärischerund vermuthlich auch politischer Ereignisse hat diesen, für dasHerz Sr. Mas. des Kaisers so schmerzlichen Schritt geboten.Jedoch werden Allerhöchst Dieselben nach höchst Eigener Ver-sicherung des durchlaucht. Erzherzogs Johann das Aeußerste thun,um für Tirol zu sorgen. Mit diesem Versprechen war der höchsteAuftrag vereinigt, die Tiroler zur Ruhe und Ergebung aufzu-fordern, damit dem Lande die Greuel der Verwüstung erspartwerden, die durch fortgesetzten Widerstand ohne Zweck demselbenzugezogen würden. Ich muß den höchsten Befehlen zu Folgedas Land räumen, und ihr könnt folglich auf meine fernere mi-litärische Unterstützung nicht rechnen. Ergebt euch in den Willender Vorsehung mit Geduld, Ruhe und Standhaftigkeit. Ich habedie tiroler und vorarlbergische Nation dem Schutze des französ.Ncichsmarschalls, Herzog von Danzig, empfohlen, dessen Armee-