Sold und Hoffnung auf Avancement gewinnen wollte. Eisen-stecken, Kapuziner Haspinger, Martin Schenk, und der in derFolge durch die Franzosen erschossene Peter Mapr, spielten dabeieine Hauptrolle. Selbst Hofer erließ Zettel: „man solle dasMilitär aufhalten, fleißig Andachten anstellen, und den Com-pagnien Fleisch und Wein nachführen." Diese Zettel fing Hör«mapr in Sillian auf. Der Wüthendste unter denjenigen, die sichdem Abmarschiren der Oesterreicher widersetzten, und unter allenUmständen den verzweifeltsten Widerstand leisten wollten, war,nebst einem gewissen Battig, Nepomuk von Kolb, Commandantin Lienz. Kolb war aus einer guten Familie, ehedem ständischerEinnehmer, aber um unordentlicher Verwaltung willen vomAmte entfernt. Dieser Wüthende wollte, man solle die feindlichenKriegsgefangenen erschlagen, damit die Oesterreicher in Tirolvom Feinde außer dem Gesetz erklärt und durch die Größe derauch ihnen zur Last fallenden Greuelthat zum Bleiben genöthigtund zum verzweifelten Mitfechten gezwungen würden. Kolb'sAnschlag wurde aber vernichtet, indem die Gefangenen durch 2öfter. Compagnien unter Hauptmann Gallenfels zuin Auswechselnabgeführt wurden. Kolb hatte auch die zweite Zuschrift des In-tendanten Angles aus Salzburg an Hormapr aufgefangen, undals einen offenbaren Beweis von Verätherei der Oesterreicher anTirol ausgegeben, obgleich sie nur Drohungen gegen Hormaprenthielt. Keine der Depeschen war sicher; fast auf jeden Courier,auf die Hauptleute MaperSfeld und Steiner wurde geschossen.Auch allen aufgefangenen französ. Offizieren, die man bei derUeberzeugung der Richtigkeit des Waffenstillstandes frei ziehenließ, hatte Kolb den Tod geschworen; indem sie über die Jsel-brücke bei Lienz gingen, sollten sie einige seiner Vertrauten nie-derschießen. Der wackere Platzcommandant in Lienz, HauptmannPfister aber, entdeckte und meldete dieses frevelhafte Vorhabendem General Schmidt. Als Hormapr von Briren abging, umsich mit diesem General zu besprechen, wurde nicht nur sein Ge-päcke und seine Schriften von Kolb's Freunden angefallen, son-dern auf ihn selbst bei Chrysanten aus dem Walde her mehrereMale von Bauern geschossen. Eine große Partie Tiroler be-schloß, wenn auch die Oesterreicher abzögen, sich bis auf denletzten Mann zu^wehren, die Straßen zu ruiniren, die Brunnenzu vergiften, ihre Habe und Familie auf die höchsten Berge zu
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