Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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die eine Art Amnestie enthielt, in welcher er Sicherheit desLebens und Eigenthums allen jenen Tiroler Anführern und Lan-desvertheidigcrn versprach, welche sich unterwerfen und ihre Waffenabliefern würden.

Um diese Zeit räumten die öfter. Generale Tirol; GeneralRuSca war in Folge des Waffenstillstandes schon am 30. und31. Juli durch das Gailthal im Flügel und Rücken des CorpSunter General Schmidt vorgerückt, und hatte auf Uebergabc derFestung Sachsenburg gedrungen, worauf dieselbe am 1. August anihn überliefert wurde.

General Schmidt zog nun mit seiner Colonne über Villach,Klagenfurt nach C;ak am Thurm, wo er am 11. August eintraf;General Duol brach am 2. August noch aus dem Lager vonSchabs auf, zog nach Fillian und Lienz, folgte der Colonne vonSchmidt über Klagenfurt und vereinigte sich Ende Augusts mitdem Corps des Erzherzogs Johann in der Gegend von Warasdin.Die aus Tirol marschirten Oesterreicher betrugen 8945 Mann.

Bei dem Abmärsche der öfter. Truppen aus Tirol fielennoch manche Auftritte und Erzesse vor. Gewohnt, die Tirolerals Brüder zu betrachten, empörte sich manches öfter. Herz, die-selben der Willkür der Feinde preiszugeben. Bei dem AuSmarscheder Schaar des Oberstlieutenant Taris entstand, als Hofer ge-kommen war, um Abschied auf eine wahrhaft rührende Art zunehmen, eine förmliche Meuterei, der die Offiziere mit gezogenemDegen Einhalt thun mußten. Wohl an 600 öfter. Soldaten undUnteroffiziere blieben heimlich im Lande zurück; viel Mund- undKriegsvorrath, auch viele Gewehre wurden von ihnen auf dieSeite geschafft.

Mit den Oesterreichern verließen aber auch mehrere Tiroler-Anführer, als: Sicherer, Eisenftccken, Aschbacher, Lichtcnthurn,Ncssing, Modesti, Frischmann u. A. das Land. Doch die Sehn-sucht nach der theuren Heimath, für die sie so oft das Leben inoffenem Kampfe gewagt, führte bald einige derselben wieder nachTirol zurück. Auch Speckbacher hatte sich den aus dem Jnn-thale über den Brenner abziehenden Oesterreichern angeschlossen,um sein, wie er wähnte, schon damals rettungsloses Vaterlandzu verlassen. Da begegnete ihm am 3. August Hofer auf demWege von Mühlbach nach Brunncckcn, und rief ihm die Wortezu: „Auch du, Speckbacher, willst mich im Stiche lassen?" Mehr