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bedurfte es nicht, um die von Vaterlandsliebe durchglühte Seelezur Entsagung seines Entschlusses zu bewegen. Vergebens haltendie Oesterreicher versucht, Hofer zu bewegen, mit ihnen zu ziehen.Mit Zauberkraft fesselte diesen in jenem ereignißschwangcrn Zeit-punkte an den vaterländischen Bode» das Schicksal seiner Lan-dcsbrüder, die so oft seinem Rufe zum Kampfe für den altenLandesherrn, für das alte Recht und die alte Sitte gefolgt waren,und nun mit fragenden Blicken, doch entschlossenen Herzens, nachihm und den übrigen Führern sahen, ihres Winkes gewärtig, obzu vertragen oder zu schlagen sey. Hofer begriff die Höhe, aufdie das Zutrauen des Volkes ihn gestellt, und blieb.
Der Marschall Lefebvre unterstützte in Innsbruck mit Nach-druck die durch den König von Bayern dahin gesendete Hof-commission, an deren Spitze der Graf Alois Rechberg stand,setzte ein Kriegsgericht nieder, jeden Uebertreter der gegebenenVerordnungen binnen 24 Stunden zu verurtheilen. Die von ihmanbefohlene Entwaffnung wurde in dem Landgerichte Kufsteindurch die bayer. Besatzung der Festung vollzogen. Der OberstGraf Oberndorf entwaffnete die Gerichte Nattenberg, Kitzbühel,das Zillerthal, stellte die alte Ordnung der Dinge her, und sichertedie Etappenstraße. Das gleiche that Oberst Arco in den Bezir-ken, die zur Stadt Hall gehörten u. s. f.; Lefebvre ließ überdießin den Landgerichten Innsbruck, Schwaz, Nattenberg, Kufsteinalle Pulvermühlen zerstören. In der gewissen Voraussetzung, daßauch das südliche Tirol sich ohne ferneres Sträuben, wie dasnördliche unterwerfen werde, ernannte er bereits den OberstenArco zum Generalgouverneur von Briren, und befahl ihm, inBegleitung zweier Dragoner sich am 4. August auf seinen neuenPosten nach Südtirol zu begeben. Er wollte ihm dann selbstnach Briren folgen, um die Sache vollends ins Reine zu bringen.Dazu sollte ihm die Division Nouyer vorangehen, mit der erseines Gebieters Befehle ganz leicht auszuführen meinte.