Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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an den Ufern der Scheide gelegene Gebäude schleifen, und denPlatz, den sie eingenommen, in eine Schiffswerft umwandeln, wogeschickte und zahlreiche Arbeiter unausgesetzt an der Erbauungvon Kriegsschiffen arbeiteten. Der an der Scheide gelegeneHafen von Antwerpen erhielt auf den Kanälen, welche sich inden Rhein ergießen und auf den Nebenflüssen dieses großenStroms im Ueberflusse Bauholz, das die nördlichen DepartementsFrankreichs und selbst der Harzwald lieferten. Da indeß Napo-leon diesen Hafen auch nicht tief genug hielt, um Linienschiffedaselbst ausrüsten zu können, so nöthigte er im Jahre 1807 sei-nen Bruder Ludwig, König von Holland, durch einen VertragVlicßingcu an Frankreich abzutreten. Diese Festung, die wich-tigste von Zeeland, auf der Insel Walchern, liegt 13 Wegstundenunterhalb Antwerpen, an der Mündung des westlichen Arms derScheide in die Nordsee. Hier wurden die Schiffe, die im Hafenvon Antwerpen erbaut worden waren, völlig ausgerüstet. ImJahre 1809 waren auf den Werften ersterer Stadt 20 großeKricgöfahrzeuge vollendet, und 10 franzöf. Linienschiffe befandensich vor Mießingen. Zu Terneuse wurde ein Becken für 40Schiffe angelegt, die mit der Fluth auskaufen könnten.

Die Engländer, denen alles daran lag, diese Anstalten ander Scheide zu zerstören, hatten schon in den Jahren 1798 und1805 auf diese Unternehmung gedacht. Sie rechneten dabei aufihre Einverständnisse auf dem Festlande, namentlich in Hollandund Belgien. Im nördlichen Theile des letzteren Landes sollman die Engländer nur darum gefürchtet haben, weil man nichtglaubte, daß sie sich würden behaupten könne». Antwerpen warvoll Uebelgesinnter, der dortige Pöbel ziemlich aufgeregt, so daßdas franz. Gouvernement noch nicht daran denken konnte, die Na-tionalgarde dort aufbieten zu können. In Holland war die Stim-mung noch schlechter. Die Holländer bedauerten den Verlust ihresHandels, und, obgleich sie ihren neuen König zu lieben schienen,würden sie doch eben so sehr aus kalter Berechnung, als ausVaterlandsliebe sich an eine Partei angeschlossen haben, welcheihnen die Möglichkeit dargeboten hätte, ihre alte Existenz wiederzu erlangen. Die ansehnlichsten Städte dieses Handelsstaateswünschten daher den Engländern alles Glück; in Rotterdammachte man laut den Vorschlag, ihnen entgegenzugehen. Alleindie Britten erschienen mit ihrer Expedition nicht mehr zu geeig-