Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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habe, sogleich unterdrückt wurden. Capitän Goate übergab nach-mals Curhaven dem Civilgouverneur, und schiffte sich wieder ein,worauf am 5. August der dänische General Ewald die Stadtwieder besetzte.

Eine weit größere und ausgesuchtere Expedition richtete sichaber nach den Küsten Belgiens, die am Schlüsse des Juli vonPortmuth und Gosport absegelte. Die Richtung, welche dieseExpedition nahm, zeigte hinlänglich, daß es nicht sowohl daraufankam, einem unglücklichen Alliirten Hilfe zu leisten, als ihn zurFortsetzung des Krieges zu verführen, und dabei die wachsendeSeemacht Frankreichs zu vernichten. Diese Expedition hatte dieWegnahme oder Vernichtung der französischen sowohl, auf denWerften zu Antwerpen und Vließingen im Bau begriffenen alsauf der Scheide liegenden Schiffe zum Zwecke; ferner beab-sichtigte sie die Zerstörung der Arsenale und Schiffswerften jenerStädte, die Eroberung der Insel Walchern, und die Unschiffbar-machung der Schelde für Kriegsschiffe. Im Falle diese Zweckenicht sämmtlich zu erreichen seyn würden, sollte man deren dochso viele zu erlangen suchen, wie möglich, worauf die Armee mitZurücklassung einer zur Behauptung der Insel Walchern hinrei-chenden Anzahl Truppen wieder eingeschifft werden sollte. Indieser Insel glaubte die englische Regierung ein zweites Gibraltarzu erwerben, welches sie vor den verderblichen Entwürfen desfranz. Kaisers schützen sollte. Nichts reizte aber an dieser Inselso sehr, als der Besitz von Vließingen, dieser Festung an derWcster-Schelde, mit welcher ein geräumiger Hafen in Verbindungsteht, von welchem aus England alle franz. Secrüstungen in demHafen von Antwerpen beherrschen zu können glaubte.

Frankreich befand sich durch die Besitznahme von Belgienund Antwerpen von drei großen Meeren umgeben, und diese Lagemußte ihm eines Tages über die andern Seemächte ein Ueber-gewicht verschaffen, dem gleich, welches ihm seine Stellung imMittelpunkte Europa's über die benachbarten Staaten des Fest-landes gesichert. Antwerpen bot ihm in den nördlichen Meerenfür Marine und Handel dieselben Vortheile dar, die es schonauf dem Ocean und in dem mittelländischen Meere besaß. Na-poleon fühlte die ganze Wichtigkeit dieser Lage für die endlicheAusführung seines Vorhabens, England zu erobern, legte daselbstdas stärkste seiner Marine-Zeughäuser an, ließ mehrere hundert