Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Am 2. August besaßen die Franzosen auf der Insel Wal-chern nichts weiter als die Schanze von Raimneclciis und dieFestung Vließingen, und am dritten Tage nach ihrer Landungwaren die Britten nur noch 4 Stunden, in gerader Linie, vonAntwerpen entfernt. Allein der Befehlshaber, Lord Chatain, ver-wendete jetzt sein Augenmerk zur Wegnahme von Naniincckensund zur Belagerung von Vließingen, das nach der Einnahmevon Antwerpen nothwendig hätte fallen müssen, und jetzt für ihnganz entbehrlich war, da er sich im Besitz von Slou befand.Wären die Engländer entweder über Süd-Beveland gegen Lillound Antwerpen, oder mit ihrem Geschwader rasch vorgerückt,um das französische mit Nachdruck zu verfolgen, so halten sie dieFesten und die übrigen Verihcidigungsanstalten m der Scheldeunbewaffnet gefunden, und würden nach aller Wahrscheinlichkeitdie Marine und die Werfte haben verbrennen können. In Ant-werpen und in den Grcnzplätzen lagen nur einige schwache De-pots von den im Felde stehenden Regimentern; keiner dieserPlätze war im Verthcidigungszustand. General Monnet hattezu Vlicßingcn 0 Bataillons, General Rousseau, der auf demlinken Scheldeufer und auf der Insel Cadzand den Befehl führte,ein paar tausend Rekruten zu commandiren, allein dieselbenwegen der Ungesundhcit des Landes nach Gent gewiesen. DerSenator-General Sainte-Suzanne, der in dem Bezirke zwischenCadzand und die Somme gebot, hielt sich zu Bonlogne auf.Grenadier- und Jäger-bataillone von der Nationalgarde, die imJahre 1805 errichtet worden waren, hielten die Posten an derKüste besetzt. Senator-General Nampon hatte in St. Omcr eineReserve von 6000 Mann besoldeter Nationalgardcn unter seinenBefehlen; ein kleines Lager bestand zu Poniivp, mitten in derBretagne.

Auf die erste Nachricht von der Erscheinung der Buttenbrachen die Generale, welche den verschiedenen Landesbezirkenvorstanden, nach Amsterdam und Cadzand auf, oder sammeltenTruppen. General Fauconnet, Commandant der Garnison vonAntwerpen, bewies viele Thätigkeit und Energie, wobei ihmOberst Lair, von den Militärhandwerkern der Marine und derBataillonschcf Bernard vorn Geniewesen vortrefflich an die Handgingen. Des letzteren seltene Talente lernte Napoleon bei dieserGelegenheit genauer kennen; er nahm ihn deßhalb als seinen