Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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wurden nach der Scheide geschickt, wo man Uniformen aus allenPerioden zu sehen bekam; die alte Regierung, die Republik, dasKaiserreich hatten daselbst ihre Repräsentanten. General Namponbegab sich nach Antwerpen; die Generale Dallemagne und Cham-barlhac langten an, um sich in das Commaudo des rechten Flü-gels der sogenannten Nordarmce zu theilen. Ihre Ankunft ver-mehrte die Verwirrung, die aus dem ersten Schrecken entstandenwar; denn jeder wollte eine vollzählige Division unter seinenBefehlen haben, während alle Detaschements, die hier zu einemCorps vereinigt waren, kaum noch eine Brigade ausmachten.Da sie auch nicht die Vorsicht gehabt hatten, die Chefs des Ge-neralstabes mit sich zu bringen, so sahen sie sich anfangs in dieNothwendigkeit versetzt, ihre vervielfältigten und fast immer ein-ander widerstreitenden Befehle, vermittelst Ordonnanzen, münd-lich zu ertheilen, ein Umstand, der zu zahllosen MißverständnissenVeranlassung gab. Sobald die englische Flotte nur die geringsteBewegung in der Gegend von Batz machte, schickte Chambarlhacin aller Eile an Dallemagne, um ihm sagen zu lassen, daß ergleich angegriffen werden würde, und daß er ihn unterstützensolle. Dallemagne ließ ihm ganz lakonisch antworten: „Halteteuch tapfer, rechnet aber nicht auf mich, denn ich bin nicht starkgenug, um euch zu unterstützen." General Valletand ging nachPuette, um 1500 Mann von verschiedenen Corps zu sammeln.Auf den, den Polders nahe gelegenen Straßen stieß man alleAugenblicke auf französ. Abtheilungen, welche kamen. VieleSchaaren führte man auf der Post dahin. Je mehr die Truppensich Antwerpen näherten, desto trauriger waren die Nachrichten,die sie erhielten. Wenn sie den Schreck, der sich auf den Ge-sichtern einiger Einwohner zeigte, sahen, und die Gerüchte hörten,die andere mit Vergnügen verbreiteten, so mußten sie glauben,ganz Flandern werde in wenig Tagen in der Gewalt der Eng-länder seyn. Die Straße von Mccheln namentlich war mitSoldaten bedeckt, die mit reißender Schnelle auf Bauernwagenfortgeschafft wurden. In der Noth, in welcher man sich befand,ließ man Alles nach Antwerpen kommen, sogar die Invalidenvon Löwen, um die Artillerie der Forts zu bedienen. DieseKrieger mit grauen Haaren, und junge, durch ihre zahlreichenWunden vor den Jahren alt gewordene Soldaten, beeilten sichzur Armee abzugehen; ließen ihre hölzernen Beine und Krücken