auf dem Steinpflaster der Stadt einherstolziren, und wollten nochden Klang der Waffen nachahmen, deren past sie nicht mehrtragen zu können bedauerten. Nach einigen Tagen ließ man siewieder in ihre friedlichen Ruhesitze zurückkehren, da ihr Anblickden Muth der Nationalgardcn niedergedrückt hatte, „Wenn dasunser Loos ist, welches unserer wartet," äußerten sie, „so wagenwir weniger, wenn wir heimkehren, und unsere Ernte beendigen."Die Truppencolonnen durchkreuzten sich unaufhörlich von allenSeiten, indem sie Gegenbefehle auf Gegenbefehle ertheilten, andemselben Tage Quartierbillcts auf mehrere verschiedene Can-tonnirungen nahmen. Die Spione des Feindes glaubten, alssie die Straßen mit Truppen bedeckt sahe», die Verstärkungensehr groß, und gaben den Engländern übertriebene Berichte, diedazu beitrugen, daß ihnen die erste, äußerste Noth der Franzosenverborgen blieb.
Bis diese Verstärkungen in Antwerpen ankamen, versam-melten sich ganz außer Fassung Haufen von Einwohnern undMatrosen auf den Quais der Scheide, und glaubten jeden Au-genblick die Engländer herannahen zu sehen. Das Fort Lillowar sehr entblöst, an den Ufern der Scheide standen blos dieBatterie Terneuse und das Fort Breskens, die einigen Wider-stand leiste» konnten.
Bald ging cS indessen besser, ruhiger, geordneter zu. Ram-pen ließ, in Antwerpen angekommen, die Forts la Perle undla Croir wieder herstellen, die Ueberschwemmungen des linkenUfers anfangen, organisirte die Linientruppen, die Nationalgar-den, so wie sie eintrafen u. dgl. Man sandte einige Truppen aufdie Insel Cadzand, die man mit einem Angriffe bedroht glaubte,nach Puette, wo ein Corps gesammelt werden sollte u. s. f.; aufden Dämmen der Scheide sah man bald nichts als Arbeiter,Soldaten und Geschütze.
Bald war ein Armeecorps gebildet, und vor dem wichtigenAntwerpen aufgestellt, General Rostallant befehligte den linkenFlügel der Scheide zu, Chairibarlhac das Centrum zu Capellen,Valletand den rechte» Flügel bei Sandflieth sind Berendrecht,wo er mit Tarapre, holländischem Gouverneur von Bergen opZoom in Verbindung stand. Der König von Holland hatte sichvon Amsterdam nach Eschen bei Bergen op Zoom begeben, woxx 6—8000 Mann, zum Theil aus seiner Garde bestehend.