Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Moncey's ein, zog den größten Theil von dessen Truppen ansich, und räumte das ganze Gebiet zwischen Hülst und dem Meere.Napoleon überzeugte sich bald selbst von den Nachtheilen einersolchen Vertheilung des Oberbefehls und stellte Moncey unterdie Befehle von Bernadotte.

Die Vcrtheidigungswerke Vließingen's auf der Landseitewaren nicht von Bedeutung. Die Stadt war mit einer einfachenReihe Bastionen umgeben, deren Flanken senkrecht auf den Cur-siven standen. Diese Werke waren blos von Erde errichtet, undihre Beschaffenheit in vielen Beziehungen sehr mangelhaft. DerWall war niedrig, wurde von dem Seedeiche beherrscht, undbefand sich , ausgenommen an den Flanken der Position in sehrbaufälligem Zustande, und besaß weder Traversen noch bombenfesteCasematten für die Garnison. In der Front waren die Werkemit einem guten Graben umgeben, obgleich ohne Glacis; dieBastionen aus den Flanken, wo der Seedeich an die Werke stieß,waren von Mauersteinen erbaut, allein in einem sehr schwachenund vernachläßigten Zustande, und konnten schon aus einer Ent-fernung von tausend Schritten in Bresche gelegt werden. Vorden Flanken an dem Seedeiche hatten die Franzosen eine Artvon Außenwerk mit einer niedrigen Brustwehr erbaut, in welchemnur eine sehr geringe Anzahl von Kanonen aufgeführt waren;auch hatten sie vor jedem Thore, welches nach der Landseiteführte, ein Ravelin angelegt. Auf der ganzen Front nach derLandseite zu befanden sich ungefähr 50 Stück Geschütz, wovonnur 14 Vierundzwanzigpfünder, die übrigen aber größtcntheilsFeldstücke und Haubizen. Auf der Seeseite war die Stadt voneiner aus gebrannten Steinen erbauten Mauer umgeben, hinterwelcher sich ein Wall befand, der an einigen Stellen, namentlichgegen Dourloo-Kanal zu und dem Ankerplatz der Stadt gegen-über mit sehr starken Kanonen- und Wurfgeschütz-Batterien ver-sehen war. Eine Batterie, der Dpkeshook genannt, beschützte denEingang in den Hafen auf der westlichen Seite, während dasFort Rammeckens, den Kanal beherrschend, welcher die InselWalchern von Süd-Beveland trennt, den Zugang auf der östli-chen Seite vertheidigte. Die Anlage dieser Werke schien zu be-weisen, daß man mehr vor einem Seeangriff als vor einerregelmäßigen Belagerung besorgt gewesen war. Die Franzosenhatten beabsichtigt, ihrem Vertheidigungsspsteme eine noch weitere