Einunddreißigstes Auch
Der Marschall Lefebvre war fest überzeugt, dieses Mal Tirolbezwungen zu halten, und zweifelte in Innsbruck nicht, daßRusca und Peyri durch das Pusterthal und gegen Botzen involler Bewegung seyen, um auf dieser Seite die Entwaffnungdes Landes zu vollbringen. Um ihnen dabei behülflich zu seyn,sandte er den General Rouyer nach Briren ab, und fügte zudessen Division das bayr. Chevaurlegerregiment Bubenhvfen unddie bayer. Batterie Vandouve bei. Am darauffolgenden Tagemußte der bayr. Oberst Graf Wittgenstein mit dem 1. Dragoner-Negimente und dem leichten Bataillon Habermann auf demBrennergebirge Stellung nehmen, um zwischen Innsbruck undNouyer die Verbindung zu erhalten.
Nachdem Sachsenburg dem General Rusca übergeben wor-den war, schritt dieser zur Entwaffnung des Drauthales. EineAbordnung der Stadt Lienz verkündigte ihm die Unterwerfungderselben, doch ließ das erbitterte Gemüth des Landvolkes be-fürchten , dieselbe werde nicht ohne Kampf zu Stande kommen.Zwar schien Anton Steger, der Anführer des bewaffneten Vol-kes, sich zu bemühen, den wilden Sinn seiner Landsleute zubeugen; Andreas Hofer zwar hatte die Gegend verlassen, allein,als Rusca zwischen den beiden abmarschirenden vsterreich. Corpsunter Buol und Schmidt gegen Lienz vorging, wurde seine Vor-