Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Regiment der Herzoge von Sachsen hatte die Vorhut, und Lieu-tcnant von Seebach mit 40 Blich senschützen die äußerste Spitze.Der Marsch wurde, gegen alles Erwarten, obgleich bewaffneteTiroler in den Gebirgen wahrgenommen wurden, ungestört durchdas merkwürdige Defilee des Schönbergs über Matrey bis Stei-nach fortgesetzt, wo Nouyer mit einer Abtheilung der DivisionQuartiere nahm, indessen der übrige Theil derselben bei dieserStadt den Bivouac, so wie der Lieutenant v. Scebach die Vor-posten auf der Straße nach dem Brenner zu, bezog. Die Ein-wohner von Steinach zeigten sich freundschaftlich, und die Mangelleidende Mannschaft wurde hier mit etwas Brod und Tiroler-wein verpflegt.

Am 2. mit dem frühesten Morgen brach die Division in dernämlichen Marschordnung, wie vorigen Tages, gegen den Brennerauf, und fand gegen alle Erwartung diesen von der Natur undKunst zu einem der stärksten Pässe Tirols geschaffenen Punkt,verlassen. Nachdem einige Verhaue aufgeräumt, so wie Mehreresvon den Werken! demolirt worden war, wurde der durch dieseArbeit längere Zeit verzögerte Weitcrmarsch der Division überden Brenner auf Sterzing fortgesetzt. Der Divisionsgeneralwar bei der Vorhut, und als diese noch etwa eine Wegstundevon Sterzing war, erhielt er die Nachricht, daß der SandwirthHofer sich mit viele» bewaffneten Bauern in jener Stadt befinde.Die Vorhut mußte nun so schnell als möglich gegen Sterzingvorrücken, und wirklich erblickte sie, in der Nähe dieses OrteSangekommen, eine Menge Bauern, welche sich eiligst über dienahegelegenen hohen Berge flüchteten. So wurde denn auchSterzing ohne Widerstand zu finden, besetzt, und mau fing anzu glauben, daß die Tiroler alle Gegenwehr aufgegeben hätten.Der General Nouyer nahm übrigens hier sein Hauptquartier undbehielt die beiden gothaischen Grenadierbataillons, unter den Be-fehlen des Major Knauth, bei sich, den er zum Platzkomman-danten von Sterzing ernannte; die Division aber bezog nacheinem langen Gebirgsmarsche, am späten Nachmittage auf der,hinter der Stadt nach Mittewald zu, an der Chaussee links ge-legenen Ebene, auf den sogenannten Slerzinger Mooswiesen, denBivouac. Der Lieutenant v. Buchwald besetzte mit 40 Mann,als äußersten Vorposten, die in der Nähe des alten BergschlossesSprechenstein (oder Felseck) und gegen das Dorf Mauls zu

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