inend auch dies Vernichtungsmittel '), welchem, da die Band-straße links durch steile felsige Gebirge und rechts durch denreißenden Eisackfluß hart begrenzt wurde, nicht auszuweichenwar, in den Weg trat, so suchte doch das leichte Bataillon, undzwar truppweise, von Zeit zu Zeit die so gefahrvolle Stelledieser auch weiterhin noch wiederholten, aber später aufhörendenSteinerplosionen zu durcheilen, und rückte so, von den 2 Linien-bataillonen des Regiments und den andern Truppen gefolgt, aufdem linken Eisackufer unaufhaltsam und entschlossen, die Tirolerüberall zurücktreibend, gegen den aus einer Kirche und 7 Häusernbestehenden, von den Bewohnern verlassenen Ort Mittcwald, vor.Da das hier gerade auf die enge Straße stoßende Posthaus vonden Tirolern hartnäckig vertheidigt, und daraus ein lebhaftesFeuer unterhalten wurde, auch die Wegnahme desselben, desschwierigen Terrains wegen, viel Menschen gekostet haben würde,so rückten die 2 bqpr. Geschütze des Oberlieutenaut Wiedumannvor und beschossen dasselbe mit Kugeln und Granaten, unterwelchem wirksamen Feuer nun das leichte sächs. Bataillon stür-mend vordrang, die vor diesem Hause errichteten Verrammlungenschnell wegräumte, und die Tiroler aus den Gebäuden und derenUmgegend verjagte, so daß die letztern größtenteils sich eiligstüber die ganz nahe dabei gelegene Eisackbrücke auf das rechteUfer dieses Flusses zu retten suchten. An der Seite des GeneralRouyer selbst, der sich immer an der gefährlichsten Stelle befand,wurde der Kriegskommissär der Division tödtlich verwundet.
Nach der Wegnahme von Mittewald wurden die beidenkoburgischen Voltigeurs - Compagnien unter den Capitäns Hof-mann und v. Wolframsdorf über die Eisackbrücke auf das jen-seitige Ufer detaschirt, theils zur Verfolgung der Tiroler, theilszur gleichzeitigen Deckung der rechten Flanke des durch ersterenOrt schnell vorrückenden größeren Theils des herzogt, sächs. Re-
i) Ein Anhaltischer Augenzeuge schreibt: „Ungeheure Felsen-massen rollten auf uns herab und zerschmetterten ganzeGlieder; die Bäume, die am Abhänge standen, wurden mitniedergerissen und erschlugen zu ?o bis 3ü unserer Leute miteinem Male. .. Es schien, als sollten wir alle vernichtetwerden. .." (Schicksale und Abenteuer Anhaltischer Krie-ger, t Heft, S. 8.)