wurden am andern Tage nach Beirrn und Neustist in dasHospital, die gefangenen Soldaten in das Puster- und andereThäler gebracht, wo sie bei de» Einwohnern zur Arbeit vertheiltwurden. Die gefangenen Offiziere wurden jedoch, nach Verlaufeiniger Tage, in BotzeN, Meran Nnd Innsbruck untergebrachtund gut behandelt, wofür Andreas Hofer die Ehre gebührt.
Das Negiinent der Herzoge verlor in diesen beiden Tagenungefähr 1000 Mann an Todten, Verwundeten und Gefangenen;der Verlust der Tiroler war gleichfalls nicht unbedeutend.
Der Marschall Lefebvre, welcher am 3. August von Inns-bruck das 10. bapr. Infanterieregiment nebst 2 Escadrons Dra-goner und 2 Kanonen, unter Befehl des Dragoner-OberstenBurscheid, nach Jmst und Landeck geschickt hatte, um die Ver-bindung mit dein General Dcaumont in Vorarlberg zu unter-halte», brach auf die erhaltene Nachricht von diesen Unfällen am5. August selbst mit der 1. bciyr. Division von Innsbruck, woer einen Theil der dritten zurückließ, gegen Sterzing auf. Daer die Passage nach BrireN erzwingen wollte, so gab er demObersten Burscheid die veränderte Bestimmung, daß er durchdas Vintschgau Nach Meran dringen und so seine Operationgegen Briren erleichtern sollte, wogegen er die Stellung beiLandeck durch das 5. bapr. Linienregiment, 1 Schwadron Dra-goner und 3 Geschütze besetzen ließ. Die Verbindung zwischenLandeck und Innsbruck sollte das 9. bapr. Infanterieregiment inMals, Stambs und Eil; unterhalten.
Um dem General Rouyer von allen Anordnungen des Mar-schalls Lefcbvre Kenntniß zu geben, schickte der auf dem Brennerstehende Oberst Ströhl noch in der Nacht vom 5. auf den 6.August 2 Dragoner ab, die aber eine starke Stunde vom Post-hause durch ein lebhaftes Feuer der Tiroler überrascht wurden,so daß die Verbindung mit Sterzing abgeschnitten war. Dieseherzustellen, mußte der Oberlieutenant v. Werchheim mit 63Schützen und 1 Zug Dragoner sich sogleich auf den Weg machen.Er kam bis zum Marktflecken Gossensaß, wo er den Tirolernbegegnete. Eiligst erstieg er mit der Hälfte seiner Schützen rechtsden Berg, und ließ seine übrige Mannschaft auf der Straßevorwärts gehen, UM seine angegriffene kleine Vorhut zu unter-stützen. Die Tiroler, auf dem Berge verwegen genug von denwenigen Schützen angefallen, wurden geworfen; dann stürmte
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