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einen Hauptsturm gelte, so daß diese das weiße Tuch schwenkten,und nach einer kurzen mündlichen Unterredung zwischen den bei-derseitigen Abgeordneten eine Kapitulation zu Stande kam, ver-möge welcher die Bayern alle ihre Waffen und Munition, nebstden Pferden, sogleich auslieferten, und statt des verlangten freienAbzuges sich bloß mit der Schonung ihres Lebens begnügenmußten.
Diesen Sieg bei Prutz schrieben die Tiroler, welche damalseigentlich gar keine Anführer hatten, und ohne vorläufige lleber-legung mit den Bayern in das Gefecht getreten waren, nicht sofast sich selbst zu, als vielmehr der Mutter Gottes und dem hei-ligen Ritter St. Martin, der ihnen auf seinem schneeweißenRosse im Ladiser Gebirge, so wie jene in ihrem himmelblauenMantel in den Wolken von dem nahen berühmten WallfahrtsorteKältenbrunn her, während des Gefechtes sichtbar erschienen war,
Büllingen mit seinem Bataillon, an das sich die meistenStabsoffiziere bei dieser Expedition angeschlossen hatten, kammittlerweile Morgens um 2 Uhr, den 9. August, nachdem erunterwegs noch einen Verhau aufzuräumen gefunden, in Landeckan, wo er sich mit dem 1. Bataillon des 5. bayr. Regimentsvereinigte. Auch hier ward den Ermüdeten keine Rast. BeideBataillons, beschossen und umschwärmt, mußten kämpfend nachZambs zurückgehen, nicht ohne Verlust manches wackern Mannes,Nur der brave Büllingen, ein Mann voll Tapferkeit und Um-sicht, war mit 3 Compagnien vor der Brücke bei Landeck stehengeblieben, um die etwa von Prutz noch kommenden Bayern zuerwarten und schützend aufzunehmen. Rings umgeben von Todund Verderben, kämpfte er mit seiner braven Schaar mit einerbewunderungswürdigen Unerschrockenheit gegen die zahlreichenInsurgenten bis zum Tagesanbruch, worauf er endlich nachZambs abging. Beide Bataillone, hier vollständig wieder ver-einigt, traten sogleich den weiteren Rückzug nach Jmbst an,wo sie nun auch das 2. Bataillon des 5. Regiments an sichnahmen, und weiter zurück nach Mimmingen zogen, Alles inununterbrochenem Gefecht. Herabrollende Felsenmassen zermalm-ten die Munitions- und Ambulance-Wagen, und die Lafette dernoch übrigen letzten Kanone. Ermattet von so langen und blu-tigen Kämpfen sah sich diese kleine Schaar beim Dorfe Mim-Mlngen von 3000 Tirolern umringt, aber weder Führer noch