Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Der Kapuziner, seit dem 2. August in beständiger Bewegung,schlaflos, mit den größten und kleinsten Sorgen beschäftigt, seitdem 4. August täglich im Gefechte, hatte die letzten Tage, un-vermögend mehr ein Glied zu regen, liegend, theils im Wagen,theils im Bette zugebracht und seine Mannschaft war, da sie ihnnicht mehr an ihrer Spitze sah, in einem Augenblicke bis etwasüber tausend Mann geschmolzen. Hierüber auf das Höchste ver-stimmt, trat er wieder hervor, übernahm auch SpeckbachersMannschaft, gab wcchselsweise gute und Scheltworts und ermun-terte und ordnete Alles auf einen Angriff am 13. August. DerSandwirth Andreas Hofer hatte sein Hauptquartier wieder beidem wackern Elschmami, Wirth in der Schupfen und am unternSchönberg. Unter den versammelten Tirolern befanden sichvortrefflich anwendbar zur Leitung und Ausführung mancheswichtigen Auftrags über 300 zurückgebliebene oder aus derKriegsgefangenschaft ranzionirte Oesterreicher; an Munition warkein so drückender Mangel als im verflossenen Mai. Die Tiro-ler wollten nun vor Allem eine Schlacht.

Es läßt sich schwer sagen, warum Lefebvre noch eine solchegegen sie bestehen wollte, besonders da sie gleichsam nur Verthei-digungsweise und ohne die Möglichkeit die Stellungen der Gegnerzu umgehen, zu keinem Erfolg führen konnte. Das Feuer seinesschweren Geschützes verlachten die wohlpostirten Tiroler, das derkleinen Gewehre überboten sie weit und die Reiterei war gegendie Berge von keinem Gebrauch.

Nach Mitternacht auf den 13. August weckte Haspinger denSandwirth Hofer, las die Messe (es war eben Sonntag), hießdie zurückgebliebenen Tiroler eiligst vorgehen und eilte auf seinemkleinen Pferde an die äußersten Posten. Um 6 Uhr des Mor-gens fielen die ersten Schüsse. — Die Gestalt des heutigenTreffens war die vom 29. Mai.

Der Kapuziner wirkte wieder auf dein linken Flügel überRätters und Mutters gegen die Gallwiese und den Husselhof,den Ober-Jnnthalern gegenüber, die gegen Höttingen kamen, aberwenig wirkten; Hofer war im Centruin am Berg Jfel in feuri-ger Thätigkeit, unter ihm die Häupter der Meraner, Algunderund Passeyrer. Graf Joseph Mohr, Schwager des eben hierfür Tirol gefallenen Grafen von Stachelberg, zeichnete sich mitden Vintschgauern vorzüglich aus. Den rechten Flügel führte