Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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anlangte, worauf die Division Raglovich auf der, hinter Schwatzam Schicßhause gelegenen Ebene die Division Deroi auf derLeiten und die Division Rouyer auf der am linken Jnnufer be-findlichen Fläche sich lagerte, während die Vorposten derselbenmit den Tirolern im steten Kampfe blieben.

Am 16. früh marschirte aus dem Lager bei Schwatz daserste bayr. leichte Bataillon zur Sicherung des Zillübergangs beiRattcnberg ab, indessen die drei Divisionen hier Rasttag hieltenund von dem Marschall Lefebvre gemustert wurden. Er formirteaus Freiwilligen der ersten bapr. Division ein Bataillon unterMaser Grafen von Seiboltsdorf, bestimmt zur Deckung derFlanke, sowie zur Bildung der Nachhut. Um beweglicher zuseyn, hatte es die Tornister und Meintet abgelegt. Das braveArco'sche Corps wurde aufgelöst und seine Bestandtheile denverschiedenen Truppenabtheilungen, welchen sie angehörten, zuge-theilt, Hauptmann Baur wurde dem Gcncralstabe des Marschallseinverleibt.

Da Niemand während der zwei Tage einen Bissen Brodund bloß etwas Fleisch erhalten hatte, so suchte Jedermann seinenHunger durch spärlich vorgefundene und dabei unreif auögegra-bene Kartoffeln oder durch eben abgeschnittenen, dann mit Steinenzerriebenen und hierauf mit Wasser gekochten türkischen Waizennach Möglichkeit zu stillen. Am Nachmittage des 16. wurdeder sächs. Lieutenant von Seebach mit 40 Mann vvm leichtenBataillon und mit 25 bayr. Chevaurlegers vom Regimente Bu-benhofen nach dem am Fuße des Gebirges gelegenen großenKloster zu Ficht abgesendet, theils um für des Marschalls Haupt-quartier Lebensmittel herbeizuschaffen, theils um die dortigen,wegen einer thätigen Mitwirkung bei diesem Volkskampfe inVerdacht stehenden Klostergcistlichen festzunehmen und als Geiselnaufzuheben. Sccbach fand nur wenige Lebensrnittel, die er mit-nahm und nur einen einzigen Mönch, da die andern entflohenwaren. Auch diesen ließ er wegen seines wackern, unerschrockenenBenehmens zurück.

Am Abend mehrten sich die Tiroler Massen durch bedeu-tende, von Zeit zu Zeit von Innsbruck herbeiziehende Schaaren,und mit Einbruch der Nacht glich die ganze Gegend durch diesowohl in der Ebene als auf den höchsten Gebirgen emporlo«