IweLund-reißigstes Auch
Als die Expedition der Dritten gegen die Schelde zu spätgeschah, traten endlich am 15. August zu Ungarisch-Altenburg derGraf Clemens Metternich und der General-Quartiermcister desErzherzogs Johann, General Graf Nugent, als öfter. Friedens-gefandte mit dem französ. Minister der auswärtigen Angelegen-heiten, Champagny, zusammen. In dem nämlichen Augenblicke,16. August, verkündigte ein würdevoller Aufruf des Kaisers Franzan sein tapferes Heer und an seine getreuen Völker, daß erbereit sey, den Oelzweig eines ehrenvollen Friedens darzubieten,keineswegs aber Bedingungen zu unterzeichnen, welche die Ehreund Unabhängigkeit seiner Krone beflecken oder untergraben wür-den. Der Waffenstillstand wurde verlängert.
Der Zusammentritt in Altenburg, wobei Watt sich gegenseitigviele Höflichkeiten erwies, war aber in seinen Geschäften nichtsehr fördernd. Die Furcht war vergangen, und jeder Theilbegann Schwierigkeiten zu Machen. Erwartete Oesterreich denAusgang der Sachen an der Schelde? Rechnete es auf noch eineErhebung des Nordens? Oder harrten Oesterreich und Frank-reich auf die Ankunft und den Beistand eines russischen Gesandten,der nie erschien? Oder waren die Forderungen Frankreichs zugroß und gebieterisch? Metternich forderte Champagny auf, dieUltimaten Bedingungen seines Herrn auszusprechen, worauf dieserdie Abtretung von Salzburg und Berchtoldsgaden, von Ober-