183
endlichen Abschluß Zu bringen. Wäret legte klar vor, welcheMacht sein Kaiser zum neuen Kampfe entwickeln werde, undsetzte auch die wahre Beschaffenheit der englischen Expeditionauf Walchern aus einander. Bubna suchte bald nun mehr nurnoch zu erforschen, von welchen Bedingungen Napoleon unterkeinen Umständen abgehen würde. Endlich wurden die Grundlagenzu einem Frieden erörtert und bestimmt, und Bubna reiste ab,um seinem Gebieter Rechenschaft abzulegen. Beide Unterhändlerwaren eben so geschickte als rechtliche Männer. Bubna kehrtebald nach Schönbrunn zurück, und Ende Scptcmber's folgte ihmFürst Johann Lichtenstejn, bischeriger Oberbefehlshaber der Armee,Mit dem Ultimatum nach, und trat mit Märet unmittelbar inUnterhandlung; den Schluß leitete aber in den ersten Tagen desOktobers der hierzu von Napoleon bevollmächtigte Minister Cham-pagnp, Herzog von Labore, mit dem Fürsten Johann Lichtenstein.
Während dieser neuen Unterhandlungen zum Frieden kamNapoleon's Leben abermals durch einen jener Vorfalle in Ge-fahr, denen Personen in seiner Lage stets ausgesetzt sind. Eswar seine Gewohnheit, jeden Morgen die Truppen im Hofe vonSchönbrunn zu mustern. Er stieg zur Parade über die äußereTreppe nieder, und hielt unten gewöhnlich an, um mit verschie-denen Personen zu sprechen und Bittschriften anzunehmen. Am11, Oktober beabsichtigte er, französ, Gefangene, welche ausge-wechselt worden waren, zu besichtigen, und um sie um das Nähereihres Schicksals zu befragen, hielt er daher am Fuße der Treppenicht wie gewöhnlich an. Ein junger Mann, der in einen ein-fachen blauen Frack gekleidet war, und mit dem Kaiser selbst zusprechen begehrte, bestand darauf, als er sah daß Napoleonnicht anhalte, ihm zu folgen, und sein Bittgesuch selbst vorzu-legen. Berthier, der um den Kaiser war, sagte ihm, er mögeseine Bittschrift nach der Revue überreichen. Napoleon, mit seinenTruppen beschäftigt, wurde nicht gewahr, was hinter ihm vor-ging. Trotz des Rathes fuhr der Fremde fort nachzuschreiten,weil sein Geschäft keinen Aufschub gestatte, und er durchaus zuNapoleon müsse. General Napp, dem diese Beharrlichkeit auf-gefallen war und der den jungen Mann beobachtete, und in sei-nem Benehmen etwas Entschiedenes fand, ergriff denselben, alser sah daß er sich unter die Generale im Gefolge des Kaisersdränge, und gebot ihm laut, sich zu entfernen, dabei fühlte Napp