Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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Graf Bubna sich beständig gleich. Er schien eifersüchtig daraus,ihnen einen guten Begriff von seinem Benehmen und seinerPerson beibringen zu wollen. Die Unterhandlungen in Betreffdes Friedens leitete er hauptsächlich in Person. Doch langeweigerte sich der Fürst Lichtenstein, die harten Bedingungen des-selben anzunehmen und zu unterschreiben, da er nicht nur seinpersönliches Interesse, sondern auch seine Ehre hiehei auf dasSpiel setzte. Er erhob sich indessen zu der Höhe eines wahrenBürgers und brachte sie dem Vaterlande zum Opfer, Mit blu-tendem Herzen und Thränen im Auge unterwarf er sich demharten Gesetze her Nothwendigkeit und schloß den Frieden ab.Denn nach allem, was Oesterreichs Kaiser sah und hörte, nach-dem er namentlich empfand, daß England, während sein Rejchseinc äußersten Kräfte heldeninüthig erschöpfte, kaufmännisch-knauserifch zugesehen und durch übel angebrachte Kargheit undspäter durch ungeschickte Anwendung der Hilfe die auf seinenBeistand gebauten Hoffnung zerstört hatte, konnte er nur zumFrieden sich neigen, und um so mehr, da er das Unglück seinesOesterreichs erkannte und daß alles, was durch Schilt in Preu-ßen, was in Hessen, Vorarlberg, Tirol und sonst geschah, frucht-los war. Auch beängstigend war es für die Zukunft, wenn mansah, wie der Einbruch der Dritten m Holland, ohne daß Napo-leon auch nur ein einziges Bataillon von seinem Heere in Oester-reich abschickte, bloß durch Anstrengung einiger Departements unddurch Pvlizeimaßregeln vereitelt und zurückgewiesen wurde. BeiNapoleon beschleunigten Spaniens Angelegenheiten, die seineStellvertreter nicht mit Geschick handhabten, den Abschluß desFxjedcns, indem er damals Lust hatte, persönlich wieder nachSpanien zu gehen. Wenn wir Bourienne Glauben schenkenwollen, so beschleunigte auch das Attentat des jungen Stapß denFriedensschluß, indem Napoleon nach dem Verhöre Champagnysoll haben rufen lassen und ihm gesagt haben: „Schließen Sie ab,ich will den Frieden; halten Sie sich nicht bei einigen Millionenmehr oder weniger auf, die ich von Oesterreich verlangt habe;geben Sie m diesem Punkte nach; ich will die Sache zu Endebringen."

An dem in der neuern Geschichte schon oft perhängnißvollen14, Oktober unterzeichneten Johann Lichtenstein und Champagnyden Wiener Frieden, wodurch Oesterreich an 2000 Qua-