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den hatte der Oberstlieutenant Habermann die Aufständer wiedervertrieben und seine Vorposten in die alte Stellung zurückgeführt.Zwei Tage nachher löste ihn dort das zweite Bataillon des 2.Infanterie-Regiments ab, das bisher bei Rcichenhall gestandenhatte. Die Stellung war hier durchaus nicht haltbar, da sieüberall im Gebirge umgangen werden konnte. Der KronprinzLudwig von Bayern, welcher von Wien zum Heere zurückge-kommen war, sah dieses mit dem ihm eigenen Scharfblicke ein,und machte dem französischen Marschall Lefebvre darüber diedringendsten Vorstellungen; allein erst da die Tiroler, etwa 1000Mann stark, am 5. und 6. September an dem Weißbach vor-drangen und die bayrischen Spähwachten beinahe aufgefangenhätten, ließ Lefebvre unter dem General Ncchberg das erste Ba-taillon des 1. Jnf.-Neg. nach Rcichenhall, das erste leichte Ba-taillon nach Unken und Melek ziehen, und die Besatzung vonLoser durch die Compagnien des 2. Bataillons des 2. Regimentsverstärken, die in Unken und Melek gestanden waren, und durchden bayr. Ingenieur-Lieutenant Schmauß den Hirschbühl und dasdortige Jäger - und Blockhaus zerstören. Als aber darauf am12. September der Oberlieutenant Franke! vom 2. Regiment miteiner Schaar Schützen von Hinterste aus eine Streife gegenden Hirschbühl machen wollte, wurde er jählings von mehr dennhundert Tirolern auf allen Seiten angefallen; er selbst sankdurch einen Schuß zu Boden; seine Schützen flohen bei'm An-blick der Uebermacht und überließen ihn, ohne Lebenszeichen, denMißhandlungen der Bauern. Ihn rächte sogleich Major GrafSeiboltSdorf, welcher mit einer andern Abtheilung eben gegenden Hirschbühl streifte, durch Tod und Verwundung mehrererTiroler, welche er bis in die Gegend von Weißbach verfolgte.Doch kehrte er wieder nach Bcrchtesgaden zurück.
Einen Tag nachher erschienen auch die Tiroler in großerAnzahl bei Werfen, wo, sowie bei Pfarrwerfen, der französischeOberstlieutenant Vasserot mit 2 Compagnien des 8. bayr. Regi-giments stand. Eine kleine bayr. Neiterabtheilung mußte zwi-schen letzterem Punkte und dem Lueg-Paß, wo, wie auch an derLammerbrücke, eine halbe Compagnie stand, Verbindung unter-halten. Zur Unterstützung des PostenS bei Werfen war auchbei Aschau und Blientau eine Compagnie aufgestellt. AlleinVasserot wurde von der überlegenen Menge der Tiroler in einer
Schneidawind, 111. Bd. 13