Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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kränkungen und Forderungen an quartiertragende Parteien. Keinevon diesen niederträchtigen Handlungen finden in meinem vater-ländischen Herzen Platz."

„Ein jeder braver, rechtschaffener Landesvertheidiger hat sichwohl in Acht zu nehmen, seine Ehre und Nächstenliebe nicht zubesudeln und zu verletzen, wodurch Gott Mißfallen über unsverbreiten könnte, der uns so augenscheinlich und wunderbarlichbeschützt. Lieben Waffenbrüdcr, überlegt es selbst, gegen Wenziehen wir zu Felde? Gegen Feinde oder Freunde? GegenFeinde zogen wir und ziehen noch. Aber nicht gegen die schonohnehin ausgebeutelten und gedrückten Mitbrüder. Bedenkt, daßwir uns mit unsern Nebenmenschen, die auch nicht Waffen tra-gen können, brüderlich betragen müssen. Was würden die gegen-wärtigen Augenzeugen, und dann erst die Nachwelt von unssagen, wenn wir diese Pflichten nicht auf das Genaueste erfüll-ten ? Der Ruhm aller Tiroler würde zu Staube werden."

„Lieben Landsleute! Die ganze Welt staunt über unsereThaten. Der Name Tiroler ist schon verewigt, nur Erfüllungunserer Pflichten gegen Gott, Religion, Vaterland und Mitbürgersiegeln dann unsere Werke."

„Tapfere Waffenbrüder und Landsleute! Flehet gemeinschaft-lich zum Schöpfer aller Dinge, der Königreiche beschützen undzernichten kann, der das kleinste Völkchen zu Helden macht, unddie Unüberwindlichsten zu besiegen weiß. Wenn je noch dieAlles zerstörenden Feinde unseres Vaterlandes sich gelüsten lassenwollten, unsere Ruhe zu stören, so fordere ich alle Geistlichkeit,und alle jene, die nicht Waffen tragen können, auf, meine Truppenmöglichst zu unterstützen, und jene, die dieß nicht leisten können,mit gefalteten Händen zu Gott um gesegnete Waffen zu bitten."

„Ferner mache ich allen Gemeinden, Städten, Märkten,Dörfern und meinen Truppen öffentlich bekannt: daß nunmehr,da sich so viele Unordnungen durch mehrere selbst aufgedrungeneund unberechtigte Commandanten ergeben haben, in Abwesenheitdes Unterfertigten, Herr Joseph Morandell zu Kältern iin süd-lichen Tirol, als authentifirter und berechtigter Commandantaufgestellt ist, und folglich keinen Proclamen, Befehlen, Anord-nungen, und was immer Befehlendes geschieht, Glauben beimes-sen, wenn nicht solche von ph-emeldetem Herrn v. Morandell,