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hätten die Franzosen geschlagen; Prinz Johann habe sie vonPettau nach Mahrburg zurückgetrieben, u. s. w."
In das Salzburgische Gebirgöland eingedrungen, forderteHaspinger die Salzburger Hochländer auf, sich mit den Tirolerngegen die Bayern zu verbinden.
Seit dem Rückzüge Lefcbvre's aus Innsbruck war AndreasHofer, der neue Landes-Chef und Ober-Commandant, einigekleine Reisen nach Passepr, Bvtzen u. s. w. abgerechnet, bestän-dig in der Hauptstadt geblieben. Mehr als mit dem Kriege undmehr als mit den übrigen Landplagen beschäftigte er sich damit,Ehefrieden zu stiften, alle Tanzmusiken und Bälle, bei Hochzeitenausgenommen, die Verabreichung von Speisen und Getränkenwährend der Zeit des Gottesdienstes, das in Tirol und in derSchweiz jahrhundert alte eingewurzelte nächtliche Herumschwim-men (Kittgänge) zu verbieten u. dgl. Die seit InnsbrucksRäumung vorgefallenen Waffenthaten theilte er nicht durch seinepersönliche Gegenwart; bei Unken und Loser und im salzburgi-schen Gebirge gegen Kärnthen und Obersteyer hin handeltenSpeckbacher und der Kapuziner; im Pusterthale lenkte und ord-nete, sicher und unerschrocken Philipp von Wörndle, neben sichden armseligen Battig, den durstigen Stöger, den verrückten v.Kolb und den Abcntheurer von Lurheim. Im südlichen Tirolarbeitete Torggler, tapfer und entschlossen, aber ohne Kopf, dieSache, die er vertheidigte, mit dem besten Willen lächerlich ma-chend, durch die sonderbarsten Verfügungen und Widersprüche,bis Eisenstecken in diesem Distrikte seine Stelle einnahm.
Als sich im südlichen Tirol Streit über den Oberbefehl er-hob, kam endlich Hofer selbst nach Briren und Bvtzen, und erließfolgenden Aufruf:
„Herzliebste, welsche Tiroler!"
„Mit Mißvergnügen vernehme ich, daß ihr von meinenTruppen übel behandelt wurdet. Ich ertheile euch nun, meinelieben, theuren, braven Landsleute und Waffenbrüder eine Pro-klamation, damit sich die rechtschaffen Gesinnten von den Bösge-sinnten ferners und mit Vorweisung dieses in Acht zu nehmenwissen. Mein aufrichtiges Herz, das mit euch allen rechtschaffenund redlich denkt, verabscheuet Räubereien und Plünderung —verabscheuet Requisitionen, Contributionen und alle Arten Be-