Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
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solchem Schrecken davon, daß sie ihre Verwundeten und Todten,Waffen und Geräthschaften zurückließen. Da in dieser Zeit auchdie Colonne rechts, unter dem früher schon bekannt gewordenenObersten Lerne, durch das Gebirge und das von Camp» BrunHerablaufende Thal, bis hinter Ala vorgedrungen war, zog dieMittelcolonne, unter dem Bataillonschcf Perccvault, ohne Hin-derniß in diese Stadt ein, deren Einwohner entwaffnet und dieFahrzeuge auf das linke Etschufer gebracht wurden.

Folgenden Tages wurde der Zug fortgesetzt, nachdem in Alaeine Besatzung von 145 Mann zurückgeblieben war. Oberst Ga-votti, bei der Colonne zur Linken, theilte diese abermals, so daßeine Hälfte au der Etsch hinauf nach Mori, die andere im Ge-birge über Brontonico marschiren mußte, wo die Tiroler sichverschanzt hatten. Hatten diese bei Ala ganz unbedeutenden Wi-derstand geleistet, so fand Pcvri lebhaften bei Brontonico« Dochdie Vorposten der Tiroler wurden geworfen, ihre Werke mitblanker Waffe erstürmt, ihre Rotten mit großem Verluste ge-sprengt. So kam Gavotti Nachmittags über Villa, wo er 400Mann stehen ließ, nach Jdera; fast zu gleicher Zeit die Colonnezur Rechten nach Roveredo. Die Stadt wurde vom OberstenLevis ohne Widerstand besetzt und entwaffnet; die von denTirolern besetzte und verschanzte Stellung bei Seravalle war um-gangen, und mußte von ihnen ohne Schwertstreich verlassenwerden.

Wie in den vorhergehenden Tagen, trennte sich auch am28. Sept. auf dem Zuge nach Trient, Gavotti's Colonne, sodaß ein Theil derselben längs der Etsch gegen den Brückenkopfvon Trient, der andere durch die Berge über Bucco di Vclaund Verrano vorrücken mußte. Diese letztere Abtheilung, 1 Ba-taillon stark, nahm Bucco die Vela, und erstürmte das bravvertheidigte Dorf Vezzano, wo eine große Zahl Feinde, meistenszurückgebliebene Soldaten aus den öfter. Regimentern Hohenloheund Lusignan niedergemacht wurden. Ruhiger setzte die andereAbtheilung ihren Weg fort, indem sie ss wenig als die übrigenColonnen, von Roveredo an, wo man eine Besatzung gelassenhatte, Widerstand fand; selbst die wichtige Stellung bei Cafel diPietra, unweit Casiaco, welche im Jahre 1796 von den Oester-reichern so vorthcilhaft benutzt worden war, wie die von Ma-tarello, machten keinen Aufenthalt. Die Tiroler hatten sich von