Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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bei Dolce mit 4000 Mann, wo er von dem General Caffarelli,danialigem Kriegeminister des Königreichs Italien, am 25. Sept.den Befehl erhielt, nach Trient vorzurücken.

General Peyri, bekannt durch den hartnäckigen und unmensch-lichen Krieg, den er unter König Joseph und Marschall Mas-sen« gegen die Insurgenten von Calabrien und namentlich gegenden furchtbaren und glücklichen Parteigänger Fra Diavolo ge-führt hatte, war bereit, diesen Befehl, es koste was es wolle,auszuführen.

Auf dem Wege nach Trient hatte Peyri zwei natnrfestePunkte, Ala und Noveredo, zu überwinden; jener deckte die Stel-lung von Seravalle, dieser die von Caliano; Trient selbst wartheils durch den Fersina-Strom, theils durch den Punkt Butcodi Dela geschützt, welcher die Verbindung mit Verrano und Giu-diciarie gewährt. Peyri setzte sich also am 23. Sept. in dreiColonnen in Bewegung; die eine am rechten Etschufer aufwärtsüber Bncco di Vela, die andere über daö Gebirg rechts, um Alaund Noveredo zu umgehen, die dritte zwischen beiden, auf dergroßen Straße, um sich beim Orte Volano mit der zweiten gegendie Fcrsinabrücke zu vereinigen. Sobald die Colonne auf demlinken Flügel, 4 Bataillons unter dem Obersten Gavvtti, erfuhr,daß Avio verschanzt sey, theilte sie sich abermals, um diesenPunkt zu umgehen: die eine Truppe zog längs der Etsch aufAvio zu, die andere über Ferrara und la Madonna Seva; Pil-cante sollte der Wiedervereinigungsort beider seyn. Zugleich rückteeine Eolonne Italiener von 1200 Mann aus dem Piavedeparte-ment nach Condino, Cadoro gegenüber, auf dem Kommunikations-punkt mit dem Drauthal. Der Abentheurer Lurheim ließ sichüberfallen und aus Ampezzo gegen das Tobbacher Feld zurück-treiben. Bei seinem Corps war die seltsamste Mischung schlechtenGesindels und mehrerer edler und angesehener Jünglinge, diesich von Berlin, Düsseldorf, Göttingen und Freiburg, sogar vonSchills Schaaren, unter den seltsamsten Begebenheiten zusammen-gefunden hatten, um dort für ihre Ideen, für die ihnen heiligeSache zu streiten.

Am 26. Sept. wurde Avio vor Tagesanbruch durch Peyriangegriffen, indem er zugleich auf dem rechten Etschufer eineHaubize nnd einen Drcipfünder auf Schußweite gegen die feind-liche Seite vorgesandt hatte. Die überraschten Tiroler flohen in