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Digonet zurückgehen mußte, während zugleich Eisenstecken denGeneral Vial »ach Trient zurückdrängte. Hierauf erhielt Ge-neral Vial von dem Vicelönig von Italien Befehl, bis aufWeiteres nichts Ernstliches zu unternehmen.
Mittlerweile herrschte in Tirol die alte Verblendung fort,genährt durch Aussprengung der täuschendsten Berichte über dietraurige Lage der Franzosen, über den erneuten Krieg der Oester-reicher und ihre Siege. Jede Belehrung blieb eitel. Der bayr.Oberlieutenant Eduard v. Völderndorff befand sich damals alsKriegsgefangener zu Innsbruck, indem er von den Tirolern imAugust, auf einer Couricrreise von Innsbruck nach München,unterwegs aufgehoben worden war. Um nicht unthätig zu blei-ben, machte er Hofer'n das Anerbieten, nach München zu gehenund dort eine Auswechslung der kriegsgefangencn bayr. Offizieregegen die aus Tirol entführten Geiseln zu bewirken; im Falledes Nichtgelingcnö wollte er sich wieder als Gefangener in Inns-bruck stellen. Hvser genehmigte den Antrag. Völderndorff, demin München nicht entsprochen werden konnte, weil die TirolerGeiseln schon nach Frankreich abgeführt waren, begab sich mitAufträgen seines Königs für den beabsichtigten Zweck in dasfranz. Hauptquartier nach Schönbrunn. Sowohl von Napoleonals Berthier mit Zusicherungen empfangen und mit Depeschen anseinen Monarchen entlassen, fand er, in München angekommen,daß diese nur von der nahen Ratifikation des Friedens, aber mitkeiner Sylbe von den Geiseln sprachen, worauf er sich, seinemWorte treu, in die Kriegsgefangenschaft nach Innsbruck zurück-begab. Hofer und dessen Umgebungen empfingen ihn mit Wohl-wollen und Zutrauen, waren auch, bei Anhörung seiner Be-richte über den*Zustand der Dinge in Oesterreich, die eben statt-findende Ratifikation des Friedens, über die Gefahr Tirols beifernerem Widerstände, sogar entschlossen, auf des OberlieutenantsVorschlag, eine Abordnung an Napoleon zu machen, wenn der-selbe nach München kommen würde. Aber plötzlich änderte diesesAlles die vom Kaiser von Oesterreich, als Zeichen seiner Gnade,dem Andreas Hofer gesendete goldene Kette und Denkmünze,ein kaiserliches Handschreiben, Goldmünzen und neue Aufforde-rungen znm Widerstände, die Sieberer und Eisenstecken mitge-bracht hatten. Völderndorffs Aussagen konnte man keinen Glaubenbeimessen, da Oesterreichs Herrscher so gehandelt hatte. Als selbst
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