Band 
[Zweiter und dritter Band.]
Seite
227
JPEG-Download
 

227

einer überlegenen Macht im Rücken angefallen sah. Eine Ab-?theilnng der Besatzung von Sachsenburg kam noch zeitig genugzu Hilfe. Julhicr brachte nach diesem die Hälfte des Bataillonswieder Nach Villach, die andere Hälfte mußte fleißig von Sach-scnburg auü gegen Greifenburg und Stcinfcld streifen, bis sieunter Lein Bataillonschef Peraldi nach Villach zurückgeführtwurde, das von den Tirolern von Spital her bedroht war. Um-sonst schlugen sich die Truppen unter Iulhier, Peraldi und Bar-bieri gegen die Tiroler, umsonst griffen aber auch die TirolerSachsenburg am 15. und 19. Oktober mit stürmender Hand an.

Von Klagenfurt her wurde am 19. Oktober der OberstMoroni mit 800 Italienern nach Patcrnion entsendet, um daöeben genannte Bataillon Julhicr's an sich zu ziehen und denEntsatz von Sachsenburg zu versuchen. Ueber die hergestellteMauthbrücke drang er mitten durch den Feind bis zum Mollbach,konnte aber die Brücke nicht herstellen, weil es ihm dazu anallem Nöthigen mangelte. Indessen hatte die Besatzung derBeste die Draubrücke in Stand gesetzt, so daß sie auf der Straßenach Greifcnburg einen Ausfall machen, die Tiroler vertreibenund ihnen dabei ein Geschütz nehmen konnte. Der Commandantvon Sachsenburg besprach sich darauf über dem Wasser mit demObersten Moroni und erhielt von ihm eine Anzahl Feuersteine,woran er am meisten Mangel litt. Dann zog sich Letzterer, weiler Noth an Lebensrnitteln hatte, nach Spital zurück. Konnte erauch nicht das Wiedereinschließen der Beste verhindern, so schluger sich doch mit den Ausständern tüchtig herum, um ihnen Ab-bruch zu thun. Ein schweres Gefecht war das am 24. Oktoberauf den Höhen von Spital.

Die Lage von Sachscnburg wurde allerdings bedenklich.Auch forderten die Anführer der Insurgenten, unter ihnen Lur-heim, die Festung am 27. Oktober feierlich zur Ucbergabe auf,an demselben Tage, da Oberst Moroni nochmals bei Molzbruckerschien, eine Laufbrücke über das Wasser schlug und aus Sach-senburg alle Verwundete und Gefangene mit sich nach Spitalnahm, wo am nämlichen Tage General Bertoletti vom Corpsdes General Baraguap d'Hilliers eintraf. Sogleich hoben dieInsurgenten nun ihre Bcrennung voll Sachscnburg auf. Vieleverzweifelten an dem Gelingen ihres Aufruhrs; einige mahntensogar zum Frieden. Baraguap d'Hilliers mit seinem Hcerhaufen

15 «