Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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war auf allen Punkten unverkennbar. Um so mehr mußte dieErscheinung eines Abgeordneten von Andreas Hofcr beim Gene-ral Drouet am 2. Oktober überraschen, welcher fünfzchntägigenWaffenstillstand, den Rückzug der Bayern hinter Knfstein undPaffe für eine Abordnung nach Villach an den Vicekönig vonItalien verlangte. General Drouet schlug den Waffenstillstandaus, bewilligte aber Pässe, insofern man ihn ungehindert Inns-bruck, Zell, Saqlselden und die Scharnitz besetzt halten lasse.

Während Hofer und Drouet inzwischen immerfort lebhaftparlcmentirten, erschienen in der Nacht von: 29. auf den 90.Oktober der Intendant des Pnsterthales Philipp von Wörndleund der als Hauptmann der Mcraner mehrmals ausgezeichneteJoseph von Lichtenthnrm, letzterer aus dem öfter, Hoflager zuTotis, sowie Johannes von Campi nach dem südlichen Tirolmit einem Handbillet des Erzherzogs Johann und der bekanntenProclamation des Vieckönigs von Italien. Das Hqndhillet despstcr. Prinzen lautete:

„Die Nachricht des abgeschlossenen Friedens wird nun auchbis zu euch gelangt seyn. Ich muß euch solche auf allerhöchstenBefehl bestätigen.

„Alles würde der Kaiser gethan haben, um die Wünsche deSLandes Tirol in Erfüllung zu bringen. Allein so nahe demKaiser das Schicksal der biedern Bewohner dieses Landes geht,so ist doch die Nothwendigkeit eingetreten, Friede zu machen.

„Ich setze euch hierüber auf allerhöchsten Befehl mit demBeisatz in Kenntniß, daß der Wunsch Sr. Majestät dahin geht,daß die Tiroler sich ruhig verhalten und nicht zwecklos sich auf-opfern mögen."

Hauptquartier Keszthely, am 21. Oktober 1809.

„Erzherzog Johann."

Von nun an waren, wie natürlich, die Gesinnungen undEntschlüsse der Tiroler äußerst getheilt, kein Zusammenhang undkeine Haltung mehr unter ihnen. Hofer versprach einen Augen-blick dem General Drouet Unterwerfung, aber bald wurden wie-der Feindseligkeiten begangen, so daß der bayr. General sich nichtlänger konnte und wollte hinhalten lassen, sondern den Opera-tionen neuen Nachdruck gehen wollte. Dazu entbot er die Divi-sionen Wrede und Kronprinz nach Innsbruck.

Den 1. November brach die ganze Division Wrede in aller