Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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gcistes der ehemaligen italienischen Republiken sehr tiefe Wurzelngefaßt hatte.

Der Vicekönig von Italien ließ nun auch die DivisionenSeveroli und Barbou, beide etwa 12,348 Mann stark, unterdem General Baraguay d'Hilliers durch das Drauthal in dasPusterthal vorgehen; die Division Broussier sollte als Reservenachrücken. Tirol sollte um jeden Preis entwaffnet werden.

Schon am 30. Oktober setzte sich die Division Severoli,durch Abtheilungen, die sie gegen Salzburg vorschickte, mit denBayern in Verbindung, welche bei St. Michael im Muhrthaleaufgestellt waren. Die italien. Divisionen marschirten anfangsohne Anfechtungen vorwärts. Nusca, der die Vorhut befehligte,rückte in Sillian am 3. November ein und besetzte am 4. Bru-necken, wo man aber, während man sich mit Entwaffnung derdurchzogenen Ortschaften beschäftigte, den entschlossenen Ernstdes AufstandcS bemerkte, die weiteren Fortschritte der feindlichenKriegsmacht zu hemmen. Kolb predigte noch immer und zwarunter Todesstrafe den hartnäckigsten Widerstand gegen diese letzteAnstrengung der »»mächtigen Feinde; die Mutter Gottes seyihm erschienen, sie werde helfen! Der Commandant, AntonStecger, der zur Niederlcgung der Waffen ermähnt hatte, seyein vvm Feinde mit 20,000 Gulden erkaufter Verräther undvogelfrei. Wirklich mußte sich auch Steegcr zu den Franzosenflüchten. Seine warnenden Briefe an Hofer fing Kolb nach-mals auf und belog den guten Sandwirth: „der Erzherzog Jo-hann rücke schon gegen Sachsenburg heran, man höre schon imPustcrthale den Donner seines Geschützes " — Die bewaffnetenRotten sammelten sich hinter Sigmund, einer Kirche, erbaut vonErzherzog Sigmund, Sohn des geliebten Friedrichs mit derleeren Tasche, zur Sühne, daß er den berühmten Kardinal-Bi-schof von Briren, Niklas von Eusa, zu Brunecken überfallen undzur gesanglichen Haft gebracht, worauf über ihn und das Landdas Interdikt ergangen. Als Nusca mit der Vorhut schon überBrunccken hinaus war, wurde am 5. November ein bei Gaisim Tauferer-Thale aufgestelltes Bataillon unter Major Barbicrimit Uebermacht angegriffen und nach Brunecken zurückgedrängt.Es verstärkte sich jedoch durch ein anderes Bataillon und schrittbis Aufhofcn wieder vorwärts.

Während sich kleine Aussendungen vom Heere nach allen