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sehen Feldherrn mit Schmeichclwortcn und Versprechungen ge-füttert hatte», der eifrigste Agent der Franzosen zur Beruhigungdes noch vor wenig Tagen durch ihn aufgewiegelten Volkes. —Aber überall wurden nur alte unbrauchbare Gewehre abgeliefert.Wohin der bewaffnete Soldat nicht kam, stand der bewaffneteTiroler. Der ohnehin große Mangel an Lebensrnitteln, durchAnwesenheit des vielen Kriegsvolkes natürlich vermehrt, steigertedie Wuth der Tiroler gegen die Fremden, und namentlich imVintschgau und im Passeyer-Thale dauerte die Gesinnung desAuflehnens und Widcrstrebenö fort.
Wenn die bayr. Truppen von Innsbruck und Hall ausnach der Ankündigung Hofer's zur Unterwerfung Streifwachtenbis Schönberg, Mattray, Patsch und in'S Mühlthal entsandten,überall hier Ruhe fand du, wenn General Ncchberg ohne Wider-stand nach TelfS rückte, so standen noch südwärts dem Brenner,noch im Obcrinnthale, bei Landeck und imOctzthale, auch imZillerthale bewaffnete Banden. Bei den gesetzlosen Volksbewe-gungen war noch keineswegs auf sogleiche, zuverläßige und all-gemeine Unterwerfung zu zählen. Ununterbrochen mußten dieEntwaffnungen und Kämpfe fortgesetzt werden.
Deßwegen ließ Wrcde das 7. Infanterie-Regiment, das 6.leichte Bataillon (Laroche), 1 Escadron Chevaurlegers nebst 1halben Batterie unter dem Befehl des General Beckers am 6.November über Mattray nach Steinach vorgehen, um die Ver-einigung mit der italien. Armee vorzubereiten, die gegen denBrenner dirigirte. Schon bei Mattray wurde dieses bayr. Corpsdurch ein lebhaftes Feuer von mehreren Tausend Tirolern em-pfangen, welche selbst das Artillerie-Feuer nicht mehr scheuten.Gras Beckers ließ sie mit dem Bajonette von Höhe zu Höhe bishinter Steinach zurücktreiben und entfaltete auch hier in dieserschwierigen Lage jenen kühnen Soldatengeist, welcher diesen Ge-neral überall auszeichnete. Da aber die italien. Armee nichtvor sechs Tagen in Sterzing eintreffen konnte, so befahl Wrededem General Beckers, einstweilen nur in der Stellung vonSteinach zu bleiben, bis die Ankunft des Generals Minuzzi zuInnsbruck gestatten würde, Verstärkungen nachzusenden.
Der General Minuzzi bewegte sich von Nattenberg überZell nach Innsbruck. Am 6. Nov. wurde er mit dem 4. leich-ten Bataillon, dem 3. Infanterie-Regiment, 2 Kanonen und 1