mit 2 Compagnien, der Paß Finstermünz, wo man eine Kanonenebst Munitionöwagcn fand, mit 1 Compagnie besetzt und gegenNanders fleißig Patrouillen ausgesandt, um Nachricht von derital. Armee einzuziehen, die durch den Vintschgau kommen sollte.
Allerdings war Baraguay d'Hilliers im Anzüge, allein dadie Entwaffnung der Bezirke beständig durch Truppcnentsendun-gen durchgesetzt werden mußte, so brachte dieses in die Haupt-bewegung des Ganzen einen langsamen Gang.
Der franz. Feldherr bemerkte dabei nur zu bald, daß imVintschgau, besonders aber im Passeyer-Thale, die sich beidegegen Meran ausschließen, der wahre Heerd des Aufstandcs sey.Die Insurgenten von da erschienen sogar am 14. Nov. auf denHohen des alten Stammschlosses von Tirol oberhalb Meran, undda Rusca ein Bataillon gegen sie aussandte, lockten sie es mitverstellter Flucht bis Refau im Passeyer-Thale, wo sie es dannmit überlegener Macht überfielen, so daß es seinen glücklichenRückzug nur mit mehreren zu Hilfe gesandten Bataillonen machenkonnte.
Baraguay d'Hilliers wollte nicht säumen', das Pqsseycrthalvon dem Aufstande zu reinigen, zumal da er vernahm, daß vonhier und dem Vintschgau ein Anschlag gegen Meran ausgeführtwerden sollte. Er schickte deßhalb dem General Nusca zu Merannoch den General Bertoletti mit 2 Bataillonen zur Verstärkung,ein Bataillon zur Deckung der Brücke von Sicgmundskron, undvon Sterzing aus eine Colonne von 500 Mann, der ein vonBrircn nach Sterzing gekommenes Bataillon folgen und einezweite Colonne von 400 Mann zur Reserve dienen sollte, überdie Berge, welche dann der von Meran kommenden bei St. Leon-hard, zu vberst im Thale, die Hände bieten sollte. Pon Meranaus aber schickte der General Nusca den Obersten Roy am16. Nov. mit 1500 Mann in das Paffeperthal hinauf. DieserTag war ihn« in schriftlichem Befehle von Baraguay d'Hilliersgeboten. Im Befehl an den General Barbou aber, der vonBriren aus 1 Bataillon nach Sterzing senden sollte, hatte sichein Irrthum des Datums eiugeschlichen, so daß die von Sterzingher gegen das Passeycr Thal bestimmten Colonnen um 24 Stun-den später abgingen, was die Folge hatte, daß die Insurgentenkincn beschlossenen Angriff auf Meran mit ungetheiltkr Kraftausführen konnten.