feld trat den Weg an — ein sehr enger Steig, auf einer Seitevon einem wilden, tiefen Bergstrome, auf der andern von schnee-bedeckten Felsen begrenzt. Gegen St. Leonhard wurde der Wegoffener, aber eine Viertelstunde von diesem Orte fand man ihndurch einen Verhau versperrt. Beim Aufräumen desselben gingso viel Zeit verloren, daß auch Doreille, der 2 Stunden spätervon Valten aufgebrochen war, und zur Behauptung jenes ge-fährlichen Engweges eine Compagnie zurückgelassen hatte, heran-kam. Beide Bataillone setzten nun ihre Bewegung fort. Kaumaber war die Spitze von Klrppfeld's Bataillon bei St. Leonhardangekommen und die letzte Mannschaft Dvreille'ö durch den Ver-hau gezogen, als ringsum Büchsenfeucr und von den Bergenherabrollende Felsenstücke die Nähe des Feindes verkündeten.Vierzig Ma»n, die seitwärts zur Deckung der Colonnenspitzedahinzogen, wurden getödtet oder gefangen, und 200 Mann derNachhut mit solcher Gewalt auf die Colonne zurückgeworfen, diein St. Leonhard einrückte, daß sie kaum Zeit hatten, sich amEingänge des Dorfes in Schlachtordnung zu stellen und dienachdringenden Bauern mit dem Bajonette abzutreiben.
Doreille, in der Ueberzeugung, daß die von General Ruscazum Passeyerthal gesandten 1500 Mann nahe seyen, befahlKlippfcld, gegen St. Martin vorzudringen und Alles über denHaufen zu werfen, was sich unterwegs vorn Feinde zeige. Erselbst vertheilte sein eigenes Bataillon in den Häusern von St.Leonhard, den Ort zu behaupten. Aber die feindlichen Streit-massen wurden jeden Augenblick durch die Tiroler vermehrt, hieNusea aus Merau vertrieben, bis Terlan verfolgt, und die dannnach und nach den Heimweg in's Pqsskyerthal genommen hatten.Trotz allem Verlust, den sie erlitten, hinderte ihre Wuth undMenge das vorgerückte Bataillon Klippftld'ö, den Zug nach St.Martin zu vollenden, weßhalb er Abends 10 Uhr wieder nachSt. Leonhard zurückkam.
Die Tiroler verstärkten sich während der Nacht immer mehr,und sperrten den Weg nach Valten mit Verhauen. Die inValten gebliebene Compagnie wurde am 10. Nyv. mit Ueber-macht angegriffen und gefangen genommen. Doreille, der dieAufforderung der Ergebung abwies, wollte den Rückzug nachSterziug erzwingen; aber Verhaue, Büchsenfeucr, herabgeschmet-terte Felfcnstücke warfen den Bortrab, nach verschiedenen ver-