Band 
[Zweiter und dritter Band.]
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geblichen Anstrengungen wieder in das Dorf zurück. DreißigMann und 1 Offizier fielen dabei in Feindes Gewalt. Abendsschnitte» die Bauern alle in das Dorf führende Wasserleitungenab, schoben ihre Posten näher heran, und führten 2 kleine Kano-nen gegen den, von den Grenadieren verschanzten Kirchhof vonSt. Leonhard auf.

Dorcille, weit entfernt, den wiederholten Anforderungen, sichzu ergeben, Folge zu leisten, machte am 20. und 21. eine» all-gemeinen Angriff, der, wie heftig er auch war, ohne entscheidendeWirkung blieb, während zwei von ihm an General Huardgesendete Boten von den Tirolern aufgefangen und erschossenwurden. So fehlte es nun der franz. Besatzung bald an allerMunüion, noch mehr an Lebensmittcln, sogar an Wasser. Plötzlichbrach am 22. Nov. in einem der Häuser Feuer aus. Mit erneuterWuth stürmten die Tiroler von allen Seiten an, und erkämpften,wie verzweifelt auch die Franzosen fochten, den Eingang desDorfes. Sie waren eben im Begriffe ein fürchterliches Blutbadanzurichten, als der Kapuziner Pater Joachim Haspingcr erschien,und den Befehlshaber der Franzosen zu sprechen verlangte.Während er mit Doreille unterhandelte, daß er sein und seinerLeute Leben nicht durch längere Widersetzung muthwillig Hin-opfern solle, waren die Bauern überall in's Dorf gekommen.Nur mit Mühe hinderte der Kapuziner die Ermordung allernoch übrigen Franzosen, die nun gefangen, ausgeplündert, am24. Nov. nach Mals und in die Nachbarschaft von Glurns ab-geführt wurde». So erlagen die beiden Bataillone vom 10. und53. Ncgimentc, die in 100 Schlachten gesiegt hatten, dem Hun-ger, Durste und den Bergbauern.

Damit Nusca nicht gänzlich in Botzcn eingeschlossen werde,ließ Baragnay d'Hilliers mittlerweile am 18. Nov. Bertolctti'öBrigade Stellung bei Terlan nehmen, uild 1 Bataillon ausBrircn nach Gries richten. Die Tiroler griffen am 19. allePosten an. Weil sie sich der Höhen von Jenesien bcmeisterthatten, mußte General Bcrtolctti am 20. Nov. mit 6 Bataillonenauf der Vergflächc von Nebels sie im Rücken, General Severoliauf den Höhen von Jenesien von der Stirnseite fassen. Inzwi-schen hatte Baragnay d'Hilliers mehr Truppen >in Bewegunggesetzt, um Meran und das Paffcycr Thal zu besetzen, und ließauch einen Theil der Division Durutte in Tirol einrücken.